Sichtschutzzaun darf gebaut werden

Kraiburg – Ein Anwohner aus Frauendorf kann sich künftig über mehr Privatsphäre auf seinem Grundstück freuen.

Denn nachdem der Gemeinderat einen Antrag für einen Sichtschutzzaun zunächst zurückgestellt hat, ist nun eine Entscheidung gefallen.

1,60 Meter hoch soll der Sichtschutzzaun entlang der Staatsstraße werden, der Bebauungsplan lässt aber nur eine Höhe bis zu einem Meter zu. Deshalb braucht es eine isolierte Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplans. In der Juni-Sitzung vermissten Mitglieder des Gemeinderats noch Angaben zur Gestaltung des Sichtschutzzauns. Diese Info hat der Bauherr mittlerweile an die Gemeinde nachgereicht: Der Zaun soll aus Holz gestaltete werden. Die Nachbarn haben dem Vorhaben durch Unterschrift zugestimmt. Die Bauverwaltung hat das Staatliche Bauamt Rosenheim ebenfalls um eine Stellungnahme gebeten. Diese liegt nun der Gemeinde ebenfalls vor.

Das Staatliche Bauamt könne dem Antrag zustimmen, wenn folgende Auflagen und Hinweise beachtet werden: Die Ausnahme vom Anbauverbot (hier 15 Meter) wird nur für den Sichtschutzzaun erteilt. Zur Staatsstraße darf im Sichtschutzzaun weder eine neue Zufahrt noch ein neuer Zugang angelegt werden. An der Mooshamer Straße ist in drei Meter Abstand vom Fahrbahnrand der Staatsstraße ein Sichtdreieck auf 70 Meter Länge (gemessen in der Fahrspurenachse der Staatsstraße) von sichtbehindernden Gegenständen aller Art, auch Anpflanzungen, mit einer Höhe von mehr als 0,80 Metern über den anliegenden Fahrbahnen freizuhalten.

Mit einer Gegenstimme gab der Gemeinderat dem Antrag des Bauherrn auf eine isolierte Befreiung statt. Beim Bau des Sichtschutzzauns müssen allerdings die vorgegebenen Auflagen des Staatlichen Bauamts Rosenheim eingehalten werden. hi

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