Es begann beim Tanzen

Christine und Anton Otter aus Kielöd: Seit 50 Jahren ein glückliches Ehepaar

Bürgermeister Franz Ehgartner (links) gratuliert den glücklich verheirateten Eheleuten.
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Bürgermeister Franz Ehgartner (links) gratuliert den glücklich verheirateten Eheleuten.

Obertaufkrichen – In Deutschland dauert die durchschnittliche Ehe bis zur Scheidung rund 15 Jahre. Das haben Christine und Anton Otter aus Kielöd mit ihrer goldenen Hochzeit locker übertroffen.

An Scheidung denken die beiden nicht. Ganz im Gegenteil: Sie freuen sich auf die kommenden gemeinsamen Jahre.

Kennengelernt haben sich die beiden 1968 beim Tanzen in St. Wolfgang. Zwei Jahre später, am Kirtasamstag 1970 wurde dann geheiratet. Die Wirtschaft in Schwindkirchen platzte bei der Hochzeitsfeier aus allen Nähten, kein Stuhl ist leer geblieben. Christine, die in Steinbach bei St. Wolfgang aufgewachsen ist, zog dann zu ihrem Anton auf den Milchviehhof nach Kielöd und führte mit ihm gemeinsam den Betrieb.

Fünf Kindervollenden die Familie

Während Anton die Feldarbeit erledigte, war Christine für den Haushalt und den Garten zuständig. Und sie kümmerte sich um die zwei Töchter und drei Söhne, die den beiden zwischen 1971 und 1981 geschenkt wurden.

Bis 2004 haben die beiden den Betrieb erfolgreich geführt und immer wieder modernisiert. Dann hat der älteste Sohn Bernhard übernommen. Anton freut sich, dass der ein ebenso begeisterter Züchter ist, wie er es war, und der Kielöderhof weithin für seine Milchkühe bekannt ist.

Auch viele Jahre nach der Hofübergabe denken die beiden Jubilare nicht an Ruhestand. Täglich helfen sie bei der Stallarbeit und sind auch noch viel mit dem Bulldog unterwegs. „Das ist der beste Sport“, sagt Anton und freut sich, dass er mit seinen 81 Jahren noch so gut anpacken kann.

Seit 2006 kümmern sich die beiden noch als Mesner um die Filialkirche in Grüngiebing. Natürlich gemeinsam, so wie sie in den vergangenen 50 Jahren alle Aufgaben gemeistert haben. Wenn in Grüngiebing ein Gottesdienst gefeiert wird, sorgt Christine für den Blumenschmuck. Das macht sie mit großer Leidenschaft, viele Jahre war sie im Gartenbauverein Schwindkirchen engagiert. Das Ehejubiläum haben die beiden mit einem Dankgottesdienst begangen, selbstverständlich in „ihrer“ Kirche.

Wegen der Pandemie konnte nur mit der engsten Familie gefeiert werden. Wobei da in diesem Fall schon einige zusammenkommen. Neben den fünf Kindern zählen dazu inzwischen fünf Schwiegerkinder und zehn Enkel. hue

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