Schwindegg: Nachruf auf Sebastian Drexler

Ein langer Trauerzug begleitete Sebastian Drexler auf seinem letzten Erdenweg. Nach dem Gottesdienst, der vom Garser Pater Peter Steinle zelebriert wurde, bedankte sich Augustin Obermeier senior bei seinem Vorgänger als Kirchenpfleger.

Schwindegg – Sebastian Drexler wurde am 5. November 1926 in Oberloh geboren und wuchs dort mit drei Geschwistern auf. Als er vier Jahre alt war, kauften seine Eltern in Schwindegg das ehemalige Bäckeranwesen. Schon während der Schulzeit musste er im elterlichen Betrieb mithelfen.

1944 wurde Drexler zum Arbeitsdienst eingezogen und kam anschließend an die Ostfront. Nach Kriegsende geriet er in polnische Gefangenschaft und kehrte erst 1949 nach Hause zurück. Ein Jahr später verunglückte sein Vater und Sebastian Drexler musste den Hof alleine bewirtschaften und zudem seine kranke Mutter pflegen. 1951 lernte er die aus Mais, damals Gemeinde Oberornau, stammende Anna Lentner kennen und noch im selben Jahr heirateten die Beiden. Aus der harmonischen Ehe entstammten vier Kinder und dazu kamen noch neun Enkel und elf Urenkel.

Bei Familienfesten hörten alle gerne den Geschichten zu, die der Opa und Uropa zu erzählen hatte. An seinem 65. Geburtstag hatte er die Landwirtschaft seinem Sohn Sebastian und Schwiegertochter Rosi übergeben, arbeitete aber auf dem Hof und im Wald weiter mit.

Drexler war ein geselliger Mensch und hatte zahlreiche Ehrenämter. Er war im Gemeinderat und 40 Jahre in der Kirchenverwaltung tätig. 20 Jahre war er Vorsitzender der KSK Schwindegg und wurde als Dank zum Ehrenvorstand ernannt. Zudem war er Mitglied der Marianischen Männerkongregation und bei der Musikkapelle.

Aus gesundheitlichen Gründen kam Drexler vor einigen Jahren ins Pflegeheim Kursana nach Ampfing. Dort ist er friedlich eingeschlafen. tf

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