Schüler pflanzen 240 Bäume auf einer Ausgleichsfläche der Stadt Mühldorf

Schüler Moritz Zugs gräbt das Pflanzloch, Bürgermeisterin Marianne Zollner steht in erwartungsvoller Haltung mit dem Steckling bereit, assistiert vonden Schülerinnen Helena Gierden, Mina Schulte, Simone Wagner (von links) und Revierförster Wolfgang Mayer. Bartschies

Schulunterricht im Wald: Dieses nicht alltägliche Erlebnis hatten etwa 50 Schülerinnen und Schüler der Klassen 8c und 8dM der Mittelschule. Sie durften im Auwald am Inn bei Aham 240 Bäume pflanzen.Das 1,3 Hektar große Grundstück hatte die Stadt als Öko-Ausgleichsfläche ebenso zur Verfügung gestellt wie die Bäume.

Mühldorf –Per Bus kamen die Schüler zusammen mit ihren Klassleitern Stefanie Fürlinger und Marco Maschke in Aham an, wo sie von Revierförster Wolfgang Mayer erwartet wurden. Auf dem kurzen Fußmarsch zum Pflanzareal erläuterte er ihnen die Funktionen des Waldes. Mittels eines Bohrstocks zeigte er am Pflanzfeld, wie man Erkenntnisse über den Bodenaufbau erhält, was für die Auswahl der zu setzenden Bäume wichtig sei.

Informationen vom Revierförster

Für die Pflanzaktion lagen Stecklinge von verschiedenen Ahornarten, Linden, Ulmen, Eichen und Pappeln bereit, außerdem Kastanien und Schwarznüsse, die als Samen gesetzt wurden. Die insgesamt zehn verschiedenen Baumsorten sollten für eine Risikostreuung in der Pflanzung sorgen, um bei Krankheiten, die die eine oder andere Art befallen können, nicht gleich den gesamten Bestand zu verlieren.

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Unterstützt wurden die Schüler von einigen Landwirten beziehungsweise Waldbesitzern, die mit Rat und Tat zur Seite standen, nachdem Wolfgang Mayer die einzelnen Arbeitsschritte erläutert und vorgeführt hatte: Bohrloch ausheben, Wurzeln zuschneiden, Baum einpflanzen, Holzstangen um den Setzlinge einschlagen und teilweise mit Schafwolle umwickeln, um den jungen Trieb vor Wildverbiss zu schützen. Und damit alles koordiniert vonstatten ging, waren von Wolfgang Mayer und seinen Helfern die einzelnen Pflanzstellen mittels Holzstangen markiert worden.

Bürgermeisterin Zollner greift zum Spaten

Allerdings mussten die Schüler nicht alle 240 Pflanzlöcher von Hand ausheben: Der Helfertruppe unterstützte mit Särohren und einem motorgetriebenen Erdbohrer. Den ganzen Vormittag waren die Schüler mit ihrer Waldarbeit beschäftigt, über die sich auch Bürgermeisterin Marianne Zollner sehr freute. Auch sie griff zum Spaten und setzte einige Stecklinge.

Als Belohnung gab es am Ende eine Brotzeit von der Stadt

Wie Stefanie Fürlinger mitteilt, war die Pflanzaktion in einer Teambesprechung der Lehrkräfte der achten Klassen in den Lehrplan aufgenommen worden, in dem „Wald“ als großes Thema vertreten sei. Die Klassen 8a und 8b hätten ihren Beitrag ebenfalls mit einer Pflanzaktion bereits zu einem früheren Zeitpunkt an anderer Stelle geleistet, so Fürlinger. Als Belohnung spendierte die Stadt eine Brotzeit.

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