Schreyer warnt vor Fachkräftemangel

Familienministerin Kerstin Schreyer forderte eine Umweltpolitik, die ökonomisch und sozial ist. Bauer

Haag – Von Umwelt über Pflege bis zum Fachkräftemangel: Eine breite Themenpalette hat Kerstin Schreyer (CSU), Staatsministerin für Familie, Arbeit und Soziales, nach Haag mitgebracht.

CSU-Chef Ludwig Schletter und Landratskandidat Max Heimerl empfingen die Ministerin vor dem Festzelt der Kirta und geleiteten sie unter Applaus hi nein.

In seinem Vorwort unterstrich Max Heimerl die Bedeutung der Familien- und Sozialpolitik für den Zusammenhalt der Gesellschaft: „Chancen sollen auch die haben, die unsere Unterstützung brauchen.“ Für den Landkreis sei regional übergreifendes Gestalten gefordert – so zur Stärkung des öffentlichen Verkehrs.

Ministerin Kerstin Schreyer lobte am Beispiel der Nachwuchskapelle der „Schlossturmmusi“ das Ehrenamt.

Zur aktuellen Problematik in der Umweltpolitik forderte sie eine ökonomische, ökologische und soziale Ausrichtung. Es dürften nicht bloß die sozial Schwächeren zur Kasse gebeten werden.

„Kindergeld in Höhe von 250 Euro pro Monat erhalten derzeit 391 000 Eltern“, so Schreyer. Den Vorwurf, besser Verdienende nicht ausgeklammert zu haben, entkräftete sie damit, dass diese Berechnung einen zusätzlichen Beamtenapparat gebraucht hätte.

Vor allem Kinder müsse die Politik im Blick haben, fuhr die gelernte Sozialpädagogin fort. Die Öffnungszeiten der Kindertagesstätten seien an den beruflichen Wandel anzupassen. Einen großen Fachkräftemangel befürchtet die Ministerin im Sozialbereich. Viele könnten sich zum Beispiel das Leben in München nicht leisten. Das Angebot an Ausbildungsplätzen habe sie verdoppeln können. In puncto Qualität sei bei der Pflege nicht nachzugeben. Voraussetzung für diese Arbeit am Menschen seien Deutschkenntnisse. Die Ministerin appellierte an die Gäste, als moderne Staatsbürger weniger zu jammern: „Wir sollten dankbarer für das Leben sein, das wir führen dürfen.“ xy

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