Schnelles Internet dank Glasfaserkabel

Eine Medienzentrale für sicheres und schnelles Internet soll links an das bestehende Wertstoffhofgebäude angebaut werden.
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Eine Medienzentrale für sicheres und schnelles Internet soll links an das bestehende Wertstoffhofgebäude angebaut werden.

Engelsberg –. Um den Antrag der Gemeinde Engelsberg auf Anbau einer Medienzentrale an das bestehende Gebäude des Wertstoffhofes in Inhausen ging es in der jüngsten Gemeinderatssitzung.

Bürgermeister Martin Lackner (CSU) durfte bei der Abstimmung nicht votieren, weil er in diesem Fall die Gemeinde vertritt. Jedoch berichtete er über die Angelegenheit und gab anschließend die Moderation an Geschäftsleiter Christian Blickberndt weiter. Dieser informierte die Gemeinderäte, dass sich derzeit die Verteilungstechnik, also Glasfasernetz und Breitband, im Schulhaus befinde. Hier funktioniere das größtenteils über Richtfunk.

Da die Technik erneuert werden müsse, biete sich an, eine Medienzentrale zu erstellen. So könne ein sicheres und auch schnelles Internet über die Glasfaserverkabelung angeboten werden.

Es sei ein weiterer Schritt zur Entwicklung der Versorgungssicherheit und Internetgeschwindigkeit. Die Versorgung sei für die Wirtschaft genauso wie für den Privatkunden immer wichtiger. Das habe man gerade in Corona-Zeiten festgestellt, weil viele das Internet für Homeoffice nutzen mussten und nach wie vor müssen.

Die Baugenehmigung des Gebäudes, das sieben Meter lang, 3,6 Meter breit und 3,30 Meter hoch sein wird, ist außerhalb der Baugrenze und darum genehmigungspflichtig. Die Kosten werden rund 47 000 Euro betragen. Diese seien laut Lackner im Haushalt eingestellt. Gemeinderat Sepp Göbl (Freie Wähler) gefiel nicht, dass man trotz der Mindereinnahmen durch die Krise heuer bauen wolle. Er schlug vor, dieses Vorhaben um ein bis zwei Jahre zu verschieben. Dies konnte Geschäftsleiter Blickberndt nicht nachvollziehen. Die Medienzentrale sei zur Ortsentwicklung jetzt notwendig. Außerdem, so räumte Lackner ein, werde die Anlage im Dezember geliefert und man müsse erst im Januar 2021 zahlen.

Franz Gsinn (FW) war der Meinung, dass die Kommunen derzeit handeln müssen, um die Wirtschaft mit öffentlichen Investitionen in Fahrt zu bringen. Hans Bauer (UBL) fand es ebenfalls wichtig, dass die Medien bei Homeoffice funktionieren und man habe jetzt in der Krise gesehen, wie wichtig das sei. Er sprach sich ausdrücklich für das Projekt aus.

Mit einer Gegenstimme wurde der Bau der Medienzentrale genehmigt. Lackner informierte noch über den Glasfaserausbau nach Offenham. Dieser sei nun fertig und in Betrieb, sodass der Ortsteil Offenham nun eine höhere Sicherheit und Internetgeschwindigkeit in Anspruch nehmen kann. gg

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