Zu schnelle Entwicklung verursacht Probleme

Der sogenannte „Jacky Bus“ war eine Art Jugendtreff, allerdings niemals offiziell. Ein Treffpunkt für Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren wäre allerdings gefragt.

Buchbach – Bei der Bürgerversammlung im Pfarrheim wurden folgende Bürgerfragen gestellt:

Georg Hanslmaier, Ella, regte an, sich Gedanken zur Jugendarbeit zu machen. Es gebe in Buchbach keine Angebote für Jugendliche von 14 bis 18 Jahren. Er sprach ein Jugendzentrum an und erinnerte an den legendären Jacky-Bus. Bürgermeister Thomas Einwang informierte, dass ein Gespräch stattfinde, um den Bedarf zu konkretisieren und Ideen zu entwickeln. Marktgemeinderat Anton Bauer junior konkretisierte, dass laut einer Befragung vor einigen Jahren für die Jugendlichen ein Jugendzentrum nicht oberste Priorität hat. Es sind Dinge wie Schwimmbäder und Kunstrasenplätze, die für Jugendliche unter 18 Jahren wichtig sind. Der sogenannte Jacky-Bus sei nie eine offizielle Lösung gewesen.

Florian Tremmel sagte, die Entwicklung der Gemeinde und die Steigerung der Einwohnerzahlen müssen im Auge behalten werden. Eine zu schnelle Entwicklung verursache viele Probleme beispielsweise bei Schule, Kindergarten, Wasserversorgung, Abwasserbeseitigung und Ähnlichem. Bürgermeister Einwang sagte, der Marktgemeinderat habe sich Ende 2017 eine moderate Entwicklung (bis zum Jahr 2026 3400 Einwohner) zum Ziel gesetzt. Dies soll auch durch Innenverdichtung erreicht werden, um den Flächenverbrauch zu beschränken.

Hans Wagner, Thaler Berg, wollte wissen, ob ein gemeinsamer Bauhof als Zweckverband noch in kommunaler Hoheit sei, da die Gemeinde möglicherweise Befugnisse und Einflussmöglichkeiten aus der Hand gibt. Bürgermeister Einwang versicherte, ein Zweckverband gebe den Teilnehmergemeinden umfassende Möglichkeiten der Steuerung und Einflussnahme. So sitzen zum Beispiel im Zweckverbandrat eine noch festzulegende Anzahl von Gemeinderäten beider Gemeinden zu gleichen Teilen. Den Verbandsvorsitz übernimmt jeweils ein Bürgermeister aus Buchbach und Schwindegg im Wechsel.

Herbert Rott, Erlbachstraße, sagte, bei der Entwicklung des Bauhofes müsse auch die Schuldenentwicklung betrachtet werden; und zwar für beide Varianten Plan A (Gemeinsamer Bauhof) und Plan B (Eigener Bauhof). Das bestätigte Bürgermeister Einwang. Beide Varianten werden mit konkreten Zahlen vertieft und das jeweilige Konzept hinterfragt. Die Wirtschaftlichkeit wird ein wichtiges Entscheidungskriterium sein.

Marion Tremmel,Am Hügel, wollte wissen, was mit dem Gelände des jetzigen Bauhofes passiert, wenn es zu einem gemeinsamen Bauhof mit Schwindegg kommt? Dazu sagte Bürgermeister Einwang, dass es noch keine konkreten Planungen gebe. Diese Fläche könnte für Wohnbebauung oder als Parkplatz genutzt werden. Die Wertstoffhalle wäre für die Unterbringung von Maschinen und Fahrzeugen vorgesehen; ebenso würden hier sanitäre Einrichtungen für die Mitarbeiter sowie für den Wertstoffhof geschaffen. Marion Tremmel wollte auch noch wissen, wie man an Informationen zur Trinkwasser-Qualität und -Zusammensetzung kommt. Der Bürgermeister sagte, die Ergebnisse der regelmäßigen Untersuchungen werden auf den Internet-Seiten der „Isener Gruppe“ zur Verfügung gestellt. Es sei jedoch auch möglich, sich direkt an die „Isener Gruppe“ oder an die Gemeinde zu wenden.

Maria Vitzthum, Ringstraße, prangerte an, dass in Buchbach eine regelrechte Rattenplage herrsche. Bürgermeister Thomas Einwang erläuterte, dass in der Vergangenheit mit externen Firmen zusammengearbeitet worden sei, um das Problem zu lösen. Mittlerweile macht ein Bauhof-Mitarbeiter die erforderliche Ausbildung. Es wird versucht, mit Köder und Lebend-Fallen den Ratten Herr zu werden. Konrad Folger ergänzte, um die Rattenplage nicht weiter zu forcieren, sollten Essensreste weder im Kanal noch in der Mülltonne oder im gelben Sack landen. hsc

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