Mei sie schmatzt hoid!

Glosse unseres Redakteurs Josef Bauer über eine Navi, das der bayerischen Sprache nicht mächtig war

Ois vor 30 Jahr da Kfz-Moasda Josef Penzenstadler in Muidorf mid an neua Auto vom Parkplatz wegfahrn woid, erklang a weibliche Stimm: „Bitte anschallen.“ „Mei Madl reg di ned auf, i fahr eh bloß in de Werkstatt ume“, hod da Sepp gsagd.

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De Technik is in dene 30 Jahr ned steh bliem. De Navis san imma bessa worn und imma raffinierter. A Muidorfa fahrd mid sein nagelneia Auto mid seine Freund nach Starnberg, um an Bsuach zum macha. Da ehemaliga Zwoade Buagamosda von Muidorf war a mid dabei. Da Pauli spricht de Sprach unseres Volkes in seina ganzen großn Ausprägung und a in da gesamtn Bandbreite.

Wias hoid so is, hams bei da Fahrd so richtig schee gratscht. Da Pauli auf dem Beifahrersitz hod vazoid und vazoid, biss a weibliche Stimm ertönt: „ Ich kann Sie nicht verstehen. Ich kann Sie nicht verstehen.“ Da Pauli hod zum Mosan o‘gfangd und de Stimm is wieda kemma: „Ich kann Sie nicht verstehen. Bitte wechseln Sie die Frequenz.“

Da warns baff und staad. Des Navi hod koa Boarisch vastandn und da Pauli duad sie mit da hochdeutschn Sprach a wengal hart. Von da Rückbank hams nach vorn zahnd und gmoand „Pauli, siehg des wia dahoam, sie schmatzt hoid und hod des letzte Wort.“

Wia hoaßd des bei Wilhelm Busch: „Bei Damen sollst du fein, gar niemals nicht ironisch sein.“

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