Ausstellung bis 4. Oktober

Dinosaurier-Freilichtmuseum am Schloss Tüßling muss in Sachen Corona-Regeln nachbessern

  • Markus Honervogt
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Für das Dinoland auf Schloss Tüßling gelten ab Mittwoch, 26. August, strengere Hygiene- und Abstandsregeln. Das Landratsamt Altötting hat in den letzten Tagen auf Hinweise reagiert, nach denen im Dinoland Abstands- und Hygieneregeln nicht eingehalten würden.


Update 25. August

Zu wenig Corona-Schutz im Dinoland Tüßling

Kein Mundschutz, Rückstau an der Kasse ohne Mindestabstand, Berührungen der Dinosaurier, keine Desinfektionsmaßnahmen am Selfie-Punkt, viel zu viele Besucher dicht gedrängt bei den Live-Shows und in der Mal-Stube. 

Fazit des Landratsamts nach einem Kontrollbesuch: „Das vom Veranstalter vorgelegte Konzept wurde nicht konsequent eingehalten. Hygiene- und Abstands-Regelungen wurden nur unzureichend beachtet“, beschreibt Pressesprecher Klaus Zieliniski auf Anfrage die Situation. Einen Plan mit Verbesserungen hat der Veranstalter, die Agentur Cofo, laut Zielinski bereits vorgelegt. „Er wurde von den Fachstellen als ausreichend befunden.“ Kontrollen am Sonntag hätten nur noch leichtere Verstöße ergeben. 

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Bis zu 25.000 Euro Bußgeld drohen 

Ein komplett überarbeitetes Konzept bespricht die Leitung von Cofo nach eigenen Angaben am heutigen Dienstag mit Vertretern des Landratsamts, das Ergebnis dieser Gespräche ist noch nicht bekannt. Da das Dinoland montags und dienstags ohnehin geschlossen ist, greifen die Maßnahmen erst am Mittwoch. Das Landratsamt setzt darauf, dass Cofo die Maßnahmen konsequent umsetzt und deren Einhaltung kontrolliert. „Die Öffnung des Dinolands ist dann nicht gefährdet, wenn der Veranstalter ein Konzept vorlegt, das den gesetzlichen Vorgaben entspricht“, betont Zielinski. Bei weiteren Verstößen sind laut Landratsamt zu 25 000 Euro Bußgeld möglich.

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Update 29. Juli

Urelefant aus Mühldorf wird im Dinoland im Schlosspark Tüßling ausgestellt

Der Fund war eine Sensation: Am Ufer des Inn bei Mühldorf wurde 1971 das fast vollständige Skelett eines rund 12 Millionen alten Urelefanten entdeckt. Ein Abguss der Schädelknochen des sogenannten Gomphotherium von Gweng mit einer Schulterhöhe von drei Metern und fünf Meter Körperlänge ist im Geschichtszentrum und Museum Mühldorf beheimatet.

Seit kurzem ist er als Leihgabe im Dinopark von Schloss Tüßling bis 4. Oktober zu sehen. Neben den großen Dino-Modellen erwarten die Besucher des Dinolands auch Fossilien in einer wissenschaftlich begleiteten Ausstellung. Das Geschichtszentrum und Museum Mühldorf steuerte dazu weitere Exponate aus der eigenen Sammlung bei, darunter auch mehrere versteinerte Stoß- und Backenzähne von urzeitlichen Rüsseltieren.

Die Originalknochen und –zähne des kolossalen Urelefanten mit 4 Stoßzähnen werden in der Bayerischen Staatssammlung für Paläontologie und Geologie aufbewahrt. Abgüsse des Skeletts sind neben dem Museum in Mühldorf und dem Institut in München noch im Senckenberg Naturmuseum Frankfurt, im Naturhistorischen Museum Basel und im City Museum Sendai in Japan zu sehen.

Christian Dietachmair, Projektleiter Dinoland, Korbinian Engelmann, Leiter des Geschichtszentrums und Museums Mühldorf a. Inn und Sammlungsleiterin Diana Herrmann mit den Abgüssen des Ur-Elefanten-Skellets.

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Die Erstmeldung vom 26. Juli

Tüßling –Mit Beginn der Sommerferien verwandeln T-Rex, Stegosaurus und Triceratops das Areal von Schlossherrin Stephanie Gräfin Bruges von Pfuel in ein großes Dinosaurier-Freilichtmuseum. Die Besucher begeben sich bei ihrer Entdeckungstour auf eine Reise in ein längst vergangenes Erdzeitalter vor über 200 Millionen Jahren mit mehr als 60 lebensgroßen und realistischen Dinosauriern, Skeletten und Fossilien.

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Familien-Erlebnis-Park Dino-Land

In Tüßling bei T-Rex

Die Gäste finden sich Auge in Auge mit den beeindruckenden Kolossen wie Tyrannosaurus Rex, Albertosaurus oder dem Triceratops bis hin zum Stegosaurus. Alle Modelle wurden unter wissenschaftlicher Anleitung originalgetreu gefertigt. Einige davon bewegen sich dank aufwendiger Animatronik täuschend echt und geben Geräusche von sich.

Freuen sich auf das Dinoland:Wolfgang Altmüller, Vorstandsvorsitzender der VR meine Raiffeisenbank eG, Hausherrin Stephanie Gräfin Bruges von Pfuel und Veranstalter Oliver Forster (von links).

In den eigens eingerichtete Kinderbereichen können Kinder die Urzeit-Giganten entdecken, anfassen und ausprobieren und lernen dabei spielerisch viel über die Dinos und die Urzeit kennen. Wie ein Urzeit-Klassenzimmer im Freien. Mit 20 Metern Länge und über acht Metern Höhe ist der T-Rex das größte Exponat dieses Fleischfressers im deutschsprachigen Raum. Der Diplodocus gehört mit 24 Metern Länge sowie fast sechs Metern Höhe zu den größten seiner Spezies.

Interaktiv und pädagogisch wertvoll

Darüber hinaus bietet die Urzeit-Erlebnis-Welt ein vielfältiges Mitmach-Programm für jedes Alter. Im Dinodrom können die kleinen Besucher in Dino-Scootern ihre Runden drehen, beim Dino-Reiten auf einem Saurier sitzen und bei der Dino-Ralley einen personalisierten Forscherpass gewinnen. Spannend und lehrreich ist das Aussieben von Schätzen und das Freilegen von Fossilien, bei dem die Mädchen und Buben zu Archäologen werden.

Was in diesem Schuljahraus Zeitmangel keinen Platz mehr im Lehrplan gefunden hat, kann die junge Generation im Dinoland spielerisch erfahren.

Die Schlossherrin freut sich schon sehr auf die Premiere: „Das Dinoland wird wirklich ein Höhepunkt für die ganze Familie und ich bin stolz, dass wir so einen Erlebnispark erstmals hier bei uns im Schlosspark installieren können.“ Sie schätzt es hoch ein, dass sich Veranstalter Oliver Forster trotz der Konzertabsagen für dieses Jahr an dieses Mammut-Projekt heranwage. „Er sorgt damit für einen weiteren Höhepunkt in der Geschichte des Raiffeisen Kultursommers.“

Dino-Ausstellung? „So etwas hat es in der Region noch nie gegeben"

Eingebunden in dieses Projekt ist auch die VR meine Raiffeisenbank. „So etwas hat es in der Region noch nie gegeben. Ich bin mir sicher, dass vor allem die Kinder begeistert sein werden, nach den Beschränkungen der letzten Zeit, mit dem Dinoland wieder ein tolles Erlebnis im Freien zu haben“, sagt Vorstandsvorsitzender Wolfgang Altmüller.

2011 gab Joe Cocker mit einem unvergesslichen Konzert die Premiere für die Raiffeisen-Kultursommer. Zum Jubiläum hätten dieses Jahr Sting, Sarah Connor, Reinhard Fendrich und Wanda kommen sollen. Wegen Corona mussten die Konzerte abgesagt werden und werden nächstes Jahr nachgeholt.

Öffnungszeiten im Dino-Land

Geöffnet ist die Urzeitwelt von Donnerstag, 23. Juli, bis Sonntag, 4. Oktober, jeweils Mittwoch bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr. Außerhalb der bayerischen Sommerferien ist nur samstags und sonntags offen.

Rubriklistenbild: © Landratsamt Mühldorf

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