Regisseur für Freilichtspektakel "Schlacht bei Ampfing" unterzeichnet Vertrag im Ritterzelt

Bürgermeister Josef Grundner (links) und Moritz Katzmair unterzeichnen den Kooperationsvertrag für das Freilichtspektakel zur „Schlacht bei Ampfing“.
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Bürgermeister Josef Grundner (links) und Moritz Katzmair unterzeichnen den Kooperationsvertrag für das Freilichtspektakel zur „Schlacht bei Ampfing“.
  • Nicole Petzi
    vonNicole Petzi
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700 Jahre nach der „Schlacht bei Ampfing“ bringt die Gemeinde die Geschichte wieder auf eine große Bühne samt Lagerleben. Nun nehmen die Vorbereitungen wieder an Fahrt auf. Der Kooperationsvertrag mit Schauspieler und Regisseur Moritz Katzmair ist unterschrieben.

Ampfing – Die Vorbereitungen für die neuerliche ‚Schlacht bei Ampfing‘ nehmen nach der Corona-Pause wieder Fahrt auf. Für das für 2022 geplante Freilichtspektakel, mit dem die Gemeinde Ampfing an das 700-jährige Ereignis von 1322, bei dem sich der Witttelsbacher Ludwig der Bayer gegen seinen Habsburger Kontrahenten Friedrich den Schönen um die Königskrone durchsetzen konnte, erinnert, steckte jüngst das Film- und Theaterteam rund um Tobias und Dominikus Huber das Gelände auf den Ampfinger Wiesen ab.

150 Schauspieler, 50 Pferde

Hier – am möglichen Schauplatz dieser letzten großen Ritterschlacht ohne Feuerwaffen – soll auf Initiative und unter der Obhut der Ampfinger Brüder als Intendanten nicht nur der Mega-Event stattfinden; hier unterzeichneten Bürgermeister Josef Grundner sowie Schauspieler und Regisseur Moritz Josef Katzmair in einem eigens aufgestellten Ritterzelt endlich den Vertrag zur Kooperation. Im Gegenzug überreichte der vor allem von seinen TV- Krimis bekannte Moritz Katzmair dem Bürgermeister die erste ausgearbeitete Textfassung mit einem roten Bändchen, das symbolisch durchgeschnitten wurde. Jetzt kann es so richtig losgehen.

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Josef Grundner schaute mit seiner Familie samt Pony Hannibal auf einen Sprung vorbei, damit das Projekt endlich in die Vollen gehen kann. Dabei sein werden an drei Wochenenden im August und September 2022 rund 150 Schauspieler auf der Bühne, mehrere hundert Menschen, die hinter den Kulissen mithelfen, sowie 50 Pferde, die rund um die Tribünen Platz finden sollen.

Erste Absteckung des Geländes.

Noch keine Auswahl getroffen

„Entgegen der brodelnden Gerüchteküche haben wir mit der Auswahl der Schauspieler noch nicht begonnen“, schmunzelt Moritz Katzmair. Das werde in Workshops vonstattengehen, in denen sich alle interessierten Ampfinger ausprobieren können.

„Die Resonanz der Gemeinde ist unfassbar!“ Darunter auch der Bürgermeister, der – zusammen mit tierischem ‚Darsteller‘ Hannibal – sogar Theatererfahrung mitbringe. Welche Rolle ihn reizt? „Da habe ich keine Ansprüche und möchte niemanden etwas wegnehmen.“

Bürgermeister will, dass viele mitmachen

Dabei sein ist alles. Überhaupt – der olympische Gedanke ist auch bei der Schlacht bei Ampfing die treibende Kraft dahinter. Wie bei den Aufführungen vor rund 100 sowie vor 30 Jahren soll der Ort mit diesem gemeinsamen Erlebnis zusammenwachsen, jeder Einzelne Inspiration finden und neue Talente an sich entdecken.

Keine Frage: Josef Grundner liegt sehr viel an diesem Riesen-Mitmach-Projekt unter seiner Ägide. Bei der Uraufführung des Singspiels 1922 war die Resonanz so groß, dass die Besucher aus Sonderzügen aus München angereist waren. „Wir erwarten einen ähnlichen Ansturm, dem die Gemeinde aber gewachsen ist!“ Josef Grundner ist überzeugt, dass das Freiluftspektakel „super“ wird, etwas, woran man noch lange denkt.

Wer mitwirken will, kann sich auf dieser Website anmelden und informieren.

Crash-Kurs im Schwertkampf

Damit alles ein voller Erfolg wird, braucht das ‚1322-Team‘ aber auch den schauspielerischen Einsatz der Ampfinger. Je nachdem, welche Rolle man bekomme, erhalte man oder ‚frau‘ einen Crash-Kurs im Schwertkampf oder Bogenschießen.

Wann erhalte man schon solch eine Gelegenheit? Moritz Katzmair lacht. Und der Rest sowie die hoffentlich zahlreichen Gäste können an den Event-Tagen in eine lang vergangene Zeit und in das Lagerleben von anno dazumal eintauchen.

Denn auch das ist klar: Es handelt sich weniger um eine Geschichtsstunde, sondern um ein Erlebnis für alle Sinne. Wer also Interesse hat, 700 Jahre nach der Schlacht bei Ampfing erneut mitzukämpfen, kann sich in Internet informieren.

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