Sauerei an der Isen: Partymüll einfach am Ufer entsorgt

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Als ökologisch orientierter Fischer ist man immer im Dienst – sogar beim Feiertagsspaziergang ohne Angel.

Bei einem solchen Ausflug mit seinem Hund an der Isen machte Manfred Dirschl, einer der vier Gewässerwarte des Bezirksfischereivereins Mühldorf-Altötting, eine hässliche Entdeckung. Am Nordufer des Flusses zwischen Stenging und dem Mößlinger Flughafen lagen vier große Müllsäcke und eine Plastikkiste. Unbekannte hatten sie abgelegt. Möglicherweise handelt es sich um die Hinterlassenschaften einer ausgiebigen Party. Manfred Dirschl machte in den Mülltüten gebrauchtes Einmalgeschirr aus. In der Plastikschachtel hätten sich Porzellangeschirr, Besteck und eine Dose Haarspray befunden, berichtet der Mühldorfer. „Beim nächsten Hochwasser hätte es das Meiste weggerissen.“ Gerade Material wie die Plastikmüllsäcke sei höchst problematisch, weil die Folien porös werden, sich in Mikroplastik zerteilen und allen Lebewesen im Ökosystem Isen nachhaltig schaden können, sagt der Gewässerökologe Dr. Manfred Holzner, Vorsitzender des Bezirksfischereivereins. „Wenn wir dann solche Fische essen, nehmen wir das Mikroplastik selbst auf.“ Neumaier

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