Obdachlosen-Übergangsunterkunft an der Altöttinger Strasse

Sanierung wird nicht einfach

Bürgermeisterin Marianne Zollnerund die Stadträte informierten sich in der Obdachlosen-Übergangsunterkunft.  sb
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Bürgermeisterin Marianne Zollnerund die Stadträte informierten sich in der Obdachlosen-Übergangsunterkunft. sb

Die Stadt Mühldorf ist für die Obdachlosen-Unterkunft an der Altöttinger Straße zuständig. Bei einem Besuch überzeugten sich Bürgermeisterin Marianne Zollner und die Stadträte vom baulichen Zustand des Gebäudes. Die Sanierung der Räumlichkeiten wird für die Stadt nicht einfach.

Mühldorf– In der Obdachlosen-Übergangsunterkunft an der Altöttinger Straße stehen 24 Wohnungen zur Verfügung. 20 davon sind derzeit belegt. Diese Wohnungen bieten einfachsten Standard. Es steht eine Küche mit Kaltwasseranschluss, ein WC mit Ausgussbecken, Böden aus Gussasphaltanstrich sowie Fenster mit Einscheibenverglasung zur Verfügung. Beheizt werden die Ein- bis Dreizimmer-Wohnungen mit Einzelöfen (Holz).

Geregelt ist die Unterbringung im Obdachlosenrecht. „Die gemeindeeigene Notunterkunft gewährleistet ein vorübergehendes Unterkommen einfachster Art, sie bietet Raum für die notwendigen Lebensbedürfnisse. In einer solchen Obdachlosenunterkunft braucht weder ein Warmwasseranschluss noch ein Bad oder eine Dusche vorhanden sein“, definiert das Gesetz die Unterbringung.

Bürgermeisterin Marianne Zollner und die Stadträte Ilse Preisinger-Sontag, Marianne Pfaffeneder, Oskar Stoiber, Oskara Rau, Sepp Wimmer und Franz Essl sowie Abteilungleiter Fritz Waldinger, Fachbereichsleiter Paul Auer und Manfred Wimmer vom Bauamt besucht gemeinsam die Unterkunft.

Die Verantwortlichen der Stadt erklärten, dass die nicht belegten Wohnungen ausgeräumt und gesäubert werden. Das Streichen der Wände und der Innentüren sowie den Einbau der einfachen Heizöfen und die Erneuerung der elektrischen Installation übernimmt das Mühldorfer Bauamt.

„Wir bringen in der Übergangsunterkunft keine Familien mit Kindern unter. Da suchen wir nach anderen Lösungen“, erklärte Abteilungsleiter Fritz Waldinger. Die 20 belegten Wohnungen werden in der Regel von Einzelpersonen bezogen.

Bei der Begehung wurde deutlich, das die komplette Sanitärinstallation des Gebäudes aus den 60er-Jahren zu erneuern ist. Ebenso müssten die Fenster mit Isolierverglasung erneuert werden. Die Verlegung von PVC-Bodenbelängen wurde ebenfalls diskutiert. Der größte Brocken der Gebäudesanierung dürfte die Dacheindeckung mit Dachrinnen und Fallrohren sowie die Dämmung der obersten Geschoss- und Kellerdecke sein.

Ein Teil der Stadträte sprach sich auch dafür aus, dass die Grundausstattung mit Küchenspüle und Warmwasser-Boiler durchgeführt werden soll. Der Anstrich des Gebäudes im Außenbereich und der Treppenhäuser würde die Sanierung vervollständigen.

Mehrere 100000 Euro müsste die Stadt für die Maßnahmen investieren. Genaue Zahlen lagen bei der Begehung aber noch nicht vor. „Wir werden uns im Stadtrat darüber zu unterhalten und zu entscheiden haben“, sagte Bürgermeisterin Marianne Zollner.

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