Sanierung kommt die Stadt teuer zu stehen: Kosten fast vier Mal so hoch als Vergabesumme

Die Wolfgang-Leeb-Straße war das Sorgenkind der Stadt Töging. Die Kosten explodierten, waren am Ende fast vier Mal höher als die Vergabesumme.

die Instandsetzungsmaßnahmen der Wolfgang-Leeb-Straße in Töging ist endgültig abgerechnet. die Stadt einigt sich mit der bauausführender Firma auf 1,285 Millionen Euro.

Töging– Die im vergangenen Jahr durchgeführte Sanierung der Wolfgang-Leeb-Straße ist endgültig abgerechnet. Die Stadt Töging hat sich nach intensiven Verhandlungen mit der bauausführenden Firma und externer Beratung durch ein Ingenieurbüro auf eine Gesamtsumme von 1,079 Millionen Euro netto, also 1,285 Millionen Euro brutto geeinigt. Dies teilt die Stadt Töging mit.

Die Vergabesumme im Stadtrat im Mai 2018 betrug 330 000 Euro brutto, die endgültigen Kosten betrugen daher das 3,9-fache der Vergabesumme. Hauptgrund für die Kostensteigerung war laut Stadtverwaltung, dass die Straße in deutlich schlechterem Zustand gewesen sei als zunächst angenommen.

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Außerdem seien zahlreiche Sanierungen durchgeführt worden, die zunächst nicht geplant waren und sich im Umfang als deutlich aufwendiger dargestellt haben als zunächst gedacht. Die Stadt spricht die Erneuerung der Verkehrsinsel an der Ecke Dortmunder Straße/Wolfgang-Leeb-Straße an, die Neugestaltung der Einmündung an der Berliner Straße und die Sanierung des Parkplatzes bei der Bäckerei Papst (ehemalig Stief) einschließlich der Anlage einer Grüninsel.

Neuanlage der Bushaltestelle am Eble-Park

Dazu kam die komplette Neuanlage der Bushaltestelle gegenüber des sogenannten Eble-Parks. Es folgte die Sanierung des Vorplatzes vor dem Brillenhaus, die Erneuerung von 13 Einmündungen in Nebenstraßen sowie die Sanierung des Bahnübergangs und die Sanierung zahlreicher Parkplätze – unter anderem vor der Raiffeisenbank, der ehemaligen Post und dem Gebäudekomplex Axmann und Bauerngirgl.

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„Über eine Million EUR ist natürlich sehr viel Geld. Wenn man aber sieht, was alles saniert worden ist, bin ich trotzdem zufrieden,“ so Tögings Bürgermeister Dr. Windhorst. Trotzdem wolle die Stadt künftig mehr Wert auf eine bessere Voraussehbarkeit bei Sanierungskosten legen.

Windhorst: „Zukünftig Sanierungen über Ingenieurbüros abwickeln!“

„In Zukunft werden wir daher größere Straßensanierungsmaßnahmen über Ingenieurbüros abwickeln.“ Dann sollten nach Ansicht solche Kostenmehrungen zumindest besser voraussehbar sein. Klar sei aber auch: „Sanierung kostet Geld – und zwar meist mehr, als man es sich erhofft“, so Windhorst.

Nach der Abschaffung der Straßenausbaubeiträge durch den Bayerischen Landtag werden die Sanierungskosten im Übrigen nicht auf die Anlieger umgelegt, sondern von der Stadt Töging getragen. 1,1 Millionen Euro sind bereits über die von Stadtrat und Rechtsaufsicht genehmigten Haushalte finanziert, im Nachtragshaushalt 2019 werden nach Angaben der Stadt och die restlichen 0,2 Millionen Euro angesetzt.

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