In Salmanskirchen diskutierten die Bürger über die Zukunft des ehemaligen Molkereigeländes

Die Zukunft der ehemaligen Molkerei in Salmanskirchen war Thema einer Ideensammlung mit Bürgern.

Allein der Abriss des ehemaligen Molkereigebäudes in Salmanskirchen würde 1,5 Millionen Euro kosten. Im Gespräch sind kommunaler Wohnungsbau und altersgerechtes Wohnen als zukünftige Nutzung des Areals. Die Bürger wünschen sich aber auch einen Dorfladen.

Salmanskirchen – Dass der Ort ihnen am Herzen liegt, das zeigte die große Zahl von Salmanskirchnern, die gekommen waren. Es ging darum, erste Ideen zu sammeln, wie das Gelände der ehemaligen Molkereizukünftig genutzt werden soll.

Neugestaltung des Molkereigeländes als Mammut-Aufgabe

Kernfrage der Veranstaltung war: Soll das alte Gebäude weiter stehen bleiben oder soll man die Möglichkeit nutzen und das Beste daraus machen? Stadt- und Regionalplaner Dr. Andreas Raab von der Planungsgemeinschaft Raab + Kurz nannte es eine Mammut-Aufgabe, die die Gemeinde Ampfing zu stemmen habe. 2016 wurde das Gelände von der Gemeinde, gekauft.

Umgestaltung wird eventuell gefördert

Nachdem jetzt ein Fördertopf für derartige Flächen ausgelobt wurde, entschloss man sich, diesen zu nutzen. Das Förderprogramm setzt eine Entsieglung voraus, deshalb soll die Molkerei abgerissen werden: geschätzte Kosten 1,5 Millionen Euro.+++

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Eine Idee: Kommunaler Wohnungsbau

In der Ideensammlung stellte die Gemeinde einen Lösungsansatz vor. Auf dem Areal könnten nach Abriss- Wohnungen im kommunalen Wohnungsbau, entstehen. Für diesen Bau, gäbe es eine Förderung in Höhe von 30 Prozent. Ein sozialer Wohnungsbau, stehe nicht zur Debatte, so Stadt- und Regionalplaner Dr. Andreas Raab.

So könnten die Häuser aussehen

Eine Lösung wäre, dass das rund 4000 Quadratmeter große Areal, mit drei Häusern – zweistöckig mit Dachgeschoß (etwa Höhe des neuen Salmanskirchner Feuerwehrhauses) bebaut werden. Vorgesehen wäre dazu dass in den Häusern jeweils vier bis fünf barrierefreie Wohnungen von rund 55 bis 90 Quadratmetern entstehen. Ein Kriterium dazu ist, dass diese Wohnungen vorzugsweise an Salmanskirchner vermietet werden sollen. Ein Kauf der Wohnungen sei im Rahmen der Förderung nicht möglich.

Barrierefreiheit nur mit Aufzug

Dr. Andreas Raab forderte die Anwesenden auf, ihre Ideen an Pinwände zu schreiben. Dorfladen oder auch betreutes Wohnen waren darunter. Auf diese Vorschläge ging Otto Kurz, ebenfalls von der Planungsgemeinschaft Raab + Kurz, ein. Bei einem Dorfladen wäre eine starke Einbringung der Bürger mit Geld und Eigenleistung, erforderlich. Ein gefordertes Kriterium für den Bau vom barrierefreien Wohnungen, war immer wieder die Frage nach einem Aufzug.

Gemeinderat Ampfing hat noch keinen Beschluss gefasst

Bürgermeister Josef Grundner (CSU) nahm dies auf und merkte an, es werde darauf hinauslaufen, dass ein Aufzug oder zumindest ein Schacht eingebaut wird, um diesen später Nachrüsten zu können. Auf die Frage der Anwesenden, ob kommunaler Wohnungsbau entstehen schon fix sei, war die Antwort: Es gebe bis jetzt keinen Beschluss im Gemeinderat dazu.

Die weitere Vorgehensweise ist nun, dass vier Planungsbüros mit der Ausarbeitung eines Lösungsvorschlags beauftragt werden. Sie werden auch die Ideen aus der Veranstaltung weitergegeben.

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