Rund 1800 Wahlhelfer sind im Einsatz

Jurist Patrick Schumannist Wahlleiter im Landkreis Mühldorf. LRA
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Jurist Patrick Schumannist Wahlleiter im Landkreis Mühldorf. LRA

Mühldorf. – Die Kommunalwahlen am kommenden Sonntag sind eine gewaltige organisatorische Leistung, die der Landkreis Mühldorf und die Städte und Gemeinden zu bewältigen haben.

Die Corona-Problematik macht die Sache nicht einfacher. Die OVB-Heimatzeitungen sprachen mit Patrick Schumann, Wahlleiter dieser Wahl im Landkreis Mühldorf, über den Stand er Vorbereitungen.

Was wird am Sonntag als erstes ausgezählt und was folgt dann?

Die Reihenfolge der Auszählung ist über die Wahlordnung geregelt. Am Sonntag ermittelt der Wahlvorstand das Abstimmungs ergebnis wie folgt: Bürgermeister, Landrat, Gemeinderat/Stadtrat und Kreistag. Am Wahlsonntag erhalten wir im Landratsamt die Schnellmeldungen der Kommunen zur Bürgermeisterwahl und zur Landratswahl. Die Schnellmeldungen zur Kreistagswahl erfolgen grundsätzlich erst ab Montag, 16. März.

Wie viele Wahlhelfer werden landkreisweit eingesetzt sein?

Im Landkreis Mühldorf werden rund 1800 Wahlhelfer im Einsatz sein. Die Organisation der Wahlhelfer erfolgt durch die jeweilige Gemeinde. Für die Wahlnachprüfungen im Landratsamt haben wir zusätzlich circa 50 Mitarbeiter des Landratsamtes eingeteilt.

Welche Vorsichtsmaßnahmen werden getroffen, um eine Ansteckung zu verhindern?

Sowohl das Bayerische Innenministerium als auch das Bayerische Landesamt für Gesundheit haben die nachgeordneten Behörden über Schutzmaßnahmen in den Wahllokalen wegen der Verbreitung des neuartigen Coronavirus informiert. Inhaltlich empfehlen die Fachbehörden die üblichen Verhaltensmaßregeln zum Schutz vor Infektionskrankheiten einzuhalten – Handhygiene, Abstand halten, Husten- und Nieshygiene. Die Gemeinden sind angehalten, diese Hinweise auch in den Wahllokalen gut sichtbar auszuhängen. Das Gesundheitsamt Mühldorf hat den Gemeinden ferner eine Reinigungsempfehlung zur Reinigung besonders sensibler Wahllokale – Schulen, Kindergärten, Kindertagesstätten – zur Verfügung gestellt. Bei Beachtung dieser Vorgaben sehen die Fachbehörden kein erhöhtes Gefährdungspotenzial.

Wie begegnen Sie der Ansteckungsgefahr für die Wähler und Wahlhelfer? Am Sonntag gibt man sich ja sprichwörtlich die Klinke in die Hand, Stifte und Dokumente wechseln Besitzer.

Wählerinnen und Wähler können gerne auch eigene Schreibstifte bei der Stimmabgabe im Wahllokal verwenden. Es gibt keine Verpflichtung, nur die bereitgestellten Stifte der Behörde zu benutzen. Sollten Wähler am Wahltag erkrankt sein oder sich unwohl fühlen und kein Wahllokal aufsuchen können, können sie kurzfristig per Briefwahl an der Kommunalwahl teilnehmen. Die entsprechenden Anträge können Erkrankte – notfalls noch bis um 15 Uhr des Wahltages – bei den Gemeinden stellen oder durch Angehörige und Bekannte stellen lassen. INTERVIEW

JOSEF ENZINGER UND JOSEF BAUER

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