MIT 34-TONNER UNTERWEGS

Riesentrockner fürs Holzwerk Obermeier - 36 Meter langer Schwertransport im Landkreis Mühldorf

Fast geschafft: Vor Schwindegg ging es falsch herum durch den Kreisverkehr. Dabei war Millimeterarbeit gefragt, da Schilder und Wegweiser nicht abmontiert werden konnten.
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Fast geschafft: Vor Schwindegg ging es falsch herum durch den Kreisverkehr. Dabei war Millimeterarbeit gefragt, da Schilder und Wegweiser nicht abmontiert werden konnten.
  • Josef Bauer
    vonJosef Bauer
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Es war Millimeterarbeit gefragt, als sich in der Nacht auf Mittwoch ein Schwertransporter durch den Landkreis Mühldorf bewegte. An Bord: Ein 34 Tonnen schwerer Holztrockner.

Bodenkirchen/Schwindegg – Ein stattlicher Schwertransport fuhr in der Nacht auf Mittwoch von Bodenkirchen nach Schwindegg. Transportiert wurde dabei der größte Vakuumholztrockner, den die Firma Eberl aus Bodenkirchen bisher hergestellt hat. Er bringt es auf 28 Meter Länge, knapp vier Meter Breite und Höhe sowie rund 34 Tonnen Gewicht. Begleitet wurde der Transport von Polizei und Begleitfahrzeugen. Ziel war das Holzwerk Obermaier.

Mit Geschick um engste Kurven

Die Fahrtstrecke betrug knapp 30 Kilometer, kaum eine halbe Stunde Fahrzeit. Der Schwertransport brauchte zweidreiviertel Stunden.

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Nachdem die Polizei Vilsbiburg den Transport kontrolliert hatte, startete der Konvoi am Dienstagabend gegen 23.30 Uhr, nicht ohne immer wieder neue Probleme zu verursachen. In der Ortschaft Winkl kam eine Dachrinne dem Wärmetauscher bedrohlich nahe, konnte aber durch mehrere Fahrmanöver umfahren werden.

An der Kreuzung vor Loiperstätt war das volle fahrerische Geschick gefordert, um den 36 Meter Transport um die enge Kurve Richtung Buchbach zu manövrieren. Auch wenn dabei einige Räder kurzzeitig den Bodenkontakt verloren, blieb der Vakuumtrockner auf dem Semitieflader in seiner festverzurrten Position. Trotzdem musste der Voraustrupp immer wieder Schilder und Leitpfosten entfernen, damit die Fahrbahnbreite ausreichte.

Er passte kaum in die Halle: Vor der Abfahrt in Bodenkirchen.

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Ein letztes Hindernis stellte der Kreisverkehr in Schwindegg auf Höhe des Netto-Marktes dar. Dort konnten die einbetonierten Schilder nicht entfernt werden. So musste der Fahrer in mehreren Zügen durch den Kreisel rangieren, was dank der Kommandos der Helfer problemlos funktionierte.

Obermeier investiert 600 000 Euro

Am frühen Mittwochmorgen gegen 2.30 Uhr erreichte der Schwertransport letztendlich unbeschädigt seinen Bestimmungsort. Der Trockner wurde dort im Laufe des Mittwochs mithilfe eines Autokrans an seinen Bestimmungsort gehoben und wird dort in den kommenden Tagen in Betrieb gehen.

Nach Angaben der Firma Obermeier dient die Vakuum-Trocknungsanlage der technischen Holztrocknung. Dafür hat der heimische Familien Betrieb 600 000 investiert. „Wir können hier diverse Laubholzarten natürlich trocknen – das dient unserer Massivholzproduktion zur effizienteren Trocknung spezieller Holzsortimente“, erklärte Chefin Ingrid Obermeier-Osl.

Die Straßen waren leer, als der Schwertransport samt Begleitfahrzeug im Landkreis ankam.

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