Resolution gegen die B15neu im Kreis Mühldorf: Verkehrsministerin Schreyer wiegelt ab

Bayerns Verkehrsministerin Kerstin Schreyer.
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Bayerns Verkehrsministerin Kerstin Schreyer.

In einem Brief an Mühldorfs Landrat Maximilian Heimerl hat Bayerns Verkehrsministerin Kerstin Schreyer darauf hingewiesen, dass es noch keine Planungen für die B15neu im Landkreis Mühldorf gebe. Sie reagierte damit auf eine Resolution des Landkreises.

Mühldorf – Die Planungen für den vierspurigen Ausbau der Bundesstraße B15neu südlich von Landshut in Richtung Rosenheim durch den Landkreis Mühldorf stehen nach Angaben von Bayerns Verkehrsministerin Kerstin Schreyer noch ganz am Anfang. Das teilt sie in einem Brief an Landrat Maximilian Heimerl mit. Damit reagiert sie auf die Resolution des Mühldorfer Kreistags gegen die B15neu

Schreyer: Planungen befinden sich noch am Anfang

In ihrer Antwort an Heimerl macht Schreyer klar, dass sie noch keinen Handlungsbedarf sieht: „Ich verstehe, dass die Weiterführung der Bundesstraße 15neu südlich Landshut den Landkreis Mühldorf schon heute sehr beschäftigt“, schreibt sie, schränkt aber ein: „Die Planungen für die Umfahrung von Landshut befinden sich, abgesehen von dem ersten Bauabschnitt, noch in der Anfangsphase. Ich werde jedoch die Resolution des Landkreises Mühldorf in die Überlegungen zur Weiterführung der Bundesstraße 15 neu einbeziehen.

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B15 neu im Kreistag mit 51:5 abgelehnt

Die Bundesstraße 15neu ist im November 2019 von Norden kommend bei Landshut an die A92 angebunden worden. Mit der Trassenfestlegung für die Umfahrung von Landshut seien aber keine Vorfestlegungen für den weiteren Verlauf der Bundesstraße 15neu in Richtung Süden getroffen. „Sie ermöglicht alle in Diskussion befindlichen Varianten. Es ist sowohl eine Fortführung im Raumordnungskorridor, als auch ein Verlauf bestandsnah entlang der Bundesstraße 15 möglich“, schreibt Schreyer.

Hohe Belastung der Gemeinden rund um Schwindegg durch B15 neu?

Der Mühldorfer Kreistag hatte sich im Juli gegen den Bau einer weiteren vierspurigen Straße durch den Landkreis und für Ortsumfahrungen ausgesprochen. Eine Gruppe um den Schönberger Bürgermeister Alfred Lantenhammer setzt sich dagegen für den Bau der Straße ein.

Während die Befürworter der Resolution auf die hohe Belastung der Gemeinden rund um Schwindegg durch die A94 verweisen, machen Gegner den Verkehr durch ihre Dörfer geltend. Einzelne Ortsumfahrungen halten sie nicht für ausreichend.

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