Reihentests im Erdkinderprojekt

Mindestens bis zum 25. September wird man nur wenige „spielende Kinder“ in Eberharting zu Gesicht bekommen. Wegen eines positiv getesteten Kindes wurde der Kindergarten des Erdkinderprojektes geschlossen und vorsorglich auch die Unterstufe in Quarantäne geschickt.
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Mindestens bis zum 25. September wird man nur wenige „spielende Kinder“ in Eberharting zu Gesicht bekommen. Wegen eines positiv getesteten Kindes wurde der Kindergarten des Erdkinderprojektes geschlossen und vorsorglich auch die Unterstufe in Quarantäne geschickt.

Lohkirchen – Seit Freitag befindet sich das Erdkinderprojekt in Eberharting in Alarmbereitschaft.

Nachdem ein Kind, das den Erdkindergarten im Lohkirchener Ortsteil Eberharting besucht, positiv auf das Coronavirus getestet wurde, hat das Erdkinderprojekt den Kindergarten geschlossen, Kinder und Beschäftigte in Quarantäne geschickt. Weil ein Geschwisterkind die Schule in Eberharting besucht, hat sich die Schulleitung dafür entschieden, vorsorglich auch den Unterricht in der Unterstufe, der die Klassen eins bis drei umfasst, einzustellen.

„Das positiv getestete Kind hat zum letzten Mal am 11. September unsere Einrichtung besucht, der Kindergarten bleibt deswegen bis 25. September geschlossen“, sagt Uwe Rehse, Geschäftsführer des Erdkinderprojektes. 46 Kindergartenkinder und 22 Beschäftigte aus dem Kindergartenbereich sind von der Quarantäne betroffen, 48 weitere Kinder sind es in der Unterstufe, dazu kommen elf Beschäftigte, die wegen eines Verdachtsfalls präventiv nach Hause geschickt wurden, teilt Schulleiterin Petra Scheid-Eddiehausen mit.

Am Freitagnachmittag sei der positive Fall bekannt und seitdem alle Maßnahmen ergriffen worden, um die in Frage kommenden Kontaktpersonen zu ermitteln und umgehend auf das Coronavirus zu testen. „Wir haben die Situation, dass unsere Einrichtung viele Geschwisterkinder besuchen“, deshalb sei der Entschluss gefasst worden, präventiv auch die Unterstufe zu schließen, informiert Scheid-Eddiehausen. Sie berichtet davon, dass die Schüler konsequent ihren Mund-Nasen-Schutz getragen hätten, auch in der Unterstufe, „und zwar über das geforderte Maß hinaus“. Zur Erinnerung: Die Staatsregierung hatte angeordnet, dass die Schüler in den ersten beiden Schulwochen auch im Unterricht Maske zu tragen hätten.

Erdkinder-Geschäftsführer Rehse spricht sich auch für maximale Transparenz aus, um das Infektionsgeschehen einzudämmen. Die Besonderheit im Falle der Kindertageseinrichtung in Eberharting: Die Kinder kommen nicht nur aus dem Gemeindegebiet. Gastkinder aus dem ganzen Landkreis, etwa aus Waldkraiburg, Mühldorf, Neumarkt-St. Veit oder Mettenheim, nähmen die Montessori-Pädagogik in Eberharting in Anspruch. Das Landratsamt macht klar, dass weitere Kinder betroffen sind: „Da die Einrichtung ein größeres Einzugsgebiet hat, sind Kontaktpersonen aus sechs weiteren Landkreisen betroffen. Die betroffenen Landkreise sind informiert“, sagt Sprecherin Karin Huber.

Über 100 Kontaktpersonen hat das Gesundheitsamt gestern getestet, nach Angaben des Landratsamts sollen die Ergebnisse bis Mitte der Woche vorliegen. Geschäftsführer Rehse erklärt: „Je nachdem, wie diese aussehen, sind weitere Quarantäne-Maßnahmen oder eine Ausweitung der bestehenden die Folge.“

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