Erfolg für die Kripo

Schlag gegen Rauschgift-Szene in Mühldorf und Altötting: Polizei verhaftet 9 mutmaßliche Dealer

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Lange hat die Kripo Mühldorf ermittelt. Jetzt hat sie zugeschlagen. In den Landkreisen Mühldorf und Altötting hat sie mehrere mutmaßliche Drogendealer festgenommen.

Mühldorf/Waldkraiburg – Neun Frauen und Männer hat die Kripo Mühldorf bei Ermittlungen gegen die Rauschgiftszene in der Region festgenommen. Bei ihnen wurden 800 Gramm Marihuana sichergestellt. Das reicht nach Ansicht von Fachleute für knapp 400 Joints.

„Für den Eigenbedarf definitiv zu viel“

Die Festgenommenen sollen in größerem Stil mit dem Rauschgift gehandelt haben, sagt Polizeisprecher Alexander Huber. „Das ist für den Eigenbedarf definitiv zu viel“, berurteilt er die Menge.

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Seit Anfang dieses Jahres ermitteln Mühldorfs Kripobeamten gegen die Verdächtigen aus Waldkraiburg, Neu- und Altötting. Bereits Ende März verhafteten sie einen 38-jährigen Neuöttinger, der in Waldkraiburg ein halbes Kilogramm Marihuana beschafft hatte auf frischer Tat. Er trug in seinem Rucksack 500 Gramm Marihuana bei sich.

Mehrere Hausdurchsuchungen im Umfeld der mutmaßlichen Dealer

Sein Waldkraiberger Händler, 37-Jahre alt, dessen Ehefrau (35) und die Lebensgefährtin (24) des Neuöttingers kamen Anfang September ins Gefängnis; sie stammen alle aus Nigeria. Es folgten mehrere Hausdurchsuchungen im Umfeld der mutmaßlichen Drogenhändler. Dabei fand die Polizei 300 Gramm Marihuana und weitere Spuren.

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Es kam zu Durchsuchung in einem Flüchtlingsheim in Neuötting, und von Wohnungen in Altötting und Waldkraiburg. Dabei nahm die Polizei weitere Verdächtige fest, es handelte sich dabei um drei deutsche, einen kongolesischen und einen slowakischen Staatsangehörigen.

Was bedeuten die Festnahmen für die regionale Rauschgiftszene?

„Diese Szene, diesen Kreis haben wir zerschlagen“, wertet Polizeisprecher Huber den Erfolg. Was das aber für die gesamte Rauschgiftszene in der Region bedeutet, kann er nicht sagen: „Ich will nicht mutmaßen, was noch brodelt oder nicht.“

Er bestätigte, dass Flüchtlingsunterkünfte in diesem konkreten Fall eine Rolle gespielt hätten. „Generell kann man aber nicht sagen, dass sich Rauschgiftdelikte vor allem in diesem Umfeld abspielen. Alle möglichen Nationalitäten betreiben Handel und konsumieren.“

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