In der Nähe von Rattenkirchen (Landkreis Mühldorf)

Tragisches Silvester-Unglück: Älteres Ehepaar tot in Bungalow entdeckt

Tragisches Unglück in Hofstetten bei Rattenkirchen
+
Tragisches Unglück in Hofstetten bei Rattenkirchen.
  • Martin Weidner
    vonMartin Weidner
    schließen
  • Sebastian Aicher
    Sebastian Aicher
    schließen

Wie erst jetzt bekannt wurde, kam es an Silvester, 31. Dezember 2020, im Gemeindebereich von Rattenkirchen zu einem tragischen Unglücksfall. Dabei kam ein älteres Ehepaar ums Leben.

Update, 17.01 Uhr - Rattenskirchens Bürgermeister auch bei Einsatz vor Ort

Rattenkirchens Bürgermeister Rainer Greilmaier war als Feuerwehrmann vor Ort, als die beiden Toten aus dem Haus geborgen wurden. Erst im Rentenalter hätten die Eheleute das Häuschen bezogen. Sie hätten ihren Lebensabend sehr zurückgezogen verbracht, erzählt er.

Über den Mann weiß Greilmaier lediglich, dass er „ein begeisterter Schrauber war“, an einem Amischlitten habe er gebastelt, den Motor ausgetauscht. Persönlichen Kontakt habe er zum Paar nur wenig gehabt, etwa als er dem Mann 2019 zum 80. Geburtstag gratuliert hatte.

Erstmeldung, 11.30 Uhr

Rattenkirchen - Gegen 12.30 Uhr waren der Rettungsdienst, ein Notarzt sowie die Feuerwehr Rattenkirchen in den Weiler Hofstetten bei Rattenkirchen (Landkreis Mühldorf) alarmiert worden. Ein Nachbar hatte zuvor durch ein Fenster eine leblose Person am Boden liegen sehen. Da die Tür verschlossen war und er somit nicht eingreifen konnte, setzte er umgehend die Rettungskette mit einem Notruf in Gang.

Vor Ort angekommen, öffneten die eingesetzten Floriansjünger sofort die Wohnung. Dort fanden die Rettungskräfte letztlich sogar zwei leblose Personen. Bei beiden konnte der Notarzt nur noch den Tod feststellen. Nach Polizeiangaben handelt es sich bei den Betroffenen um ein älteres Ehepaar, das in dem betroffenen Bungalow lebte.

Leichen obduziert - CO-Vergiftung wohl Todesursache

Da die Todesursache zunächst unklar war, wurde auch die Polizei hinzugezogen. Wenig später übernahm die Kriminalpolizei Mühldorf die Ermittlungen. Auch eine Obduktion der beiden Leichen wurde veranlasst. Auf Anfrage von innsalzach24.de bestätigte Polizeisprecher Stefan Sonntag vom Polizeipräsidium Oberbayern Süd den tragischen Unglücksfall. Die rechtsmedizinischen Untersuchen seien inzwischen soweit abgeschlossen, dass von einer CO-Vergiftung ausgegangen werden könne. Man gehe zudem von einem häuslichen Unfall ohne jegliche Fremdeinwirkung aus, so Sonntag weiter.

Bei einer sogenannten CO-Vergiftung handelt es sich um eine Rauchgasvergiftung, welche durch das Einatmen von Kohlenmonoxid entsteht. Das Atemgift ist bereits in sehr geringen Mengen tödlich und führt letztlich zum Erstickungstod. Entstehen kann das geruchlose Gas unter anderem bei Verbrennungen ohne ausreichende Sauerstoffzufuhr. Besonders häufig ist dies bei defekten Heizungsanlagen beziehungsweise Holzöfen oder in geschlossenen Räumen betriebenen Verbrennungsmotoren der Fall. Mittels speziellen CO-Meldern kann die Kohlenmonoxid-Konzentration in einzelnen Räumen überwacht werden - bei einer zu hohen Konzentration lösen diese ähnlich einem Rauchmelder aus und erzeugen einen lauten Warnton.

fib/Eß, mw, aic

Kommentare