Nachruf auf Katharina Stanka aus Rattenkirchen

Rattenkirchen – Nach einem arbeitsreichen, erfüllten sowie von Höhen und Tiefen gekennzeichnetem Leben fand Katharina Stanka auf dem Friedhof von Rattenkirchen ihre letzte Ruhestätte.

1925 wurde sie in Kehrham, Gemeinde Rattenkirchen, als siebtes Kind der Eheleute Franz und Franziska Maier geboren. Sie wuchs auf dem elterlichen Anwesen zusammen mit ihren sechs Geschwistern auf. Die Schule besuchte sie in Rattenkirchen. Nach deren Beendigung arbeitete sie auf dem elterlichen Betrieb mit oder half auf anderen landwirtschaftlichen Anwesen aus. 1951 ging sie mit Franz Stanka den Bund der Ehe ein, der glücklichen Verbindung wurden die drei Söhne Franz, Walter und Rudi geschenkt.

Zusammen mit ihrem Mann pachtete sie den Nomerhof in Klebing und bewirtschaftete diesen zwölf Jahre lang. 1967 entschloss sich das Ehepaar zum Bau eines Eigenheims in Kehrham, welches sie mit hohem persönlichen Einsatz und viel Eigeninitiative erstellten und 1968 bezogen. Katharina Stanka nahm eine Arbeitsstelle bei den Uher-Werken in Buchbach an und arbeitete dort bis zum 60. Lebensjahr, um dann in den wohlverdienten Ruhestand zu gehen.

Die folgenden Jahre hielten viel Kummer und Schmerz bereit, denn 1988 musste sie ihren Mann und 2005 ihren Sohn Franz zu Grabe tragen. Ihre sechs Geschwister begleitete sie auf deren letzten Wegen. Durch einen tragischen Unfall verlor sie im Jahre 2016 auch noch ihre im Haus lebende Schwiegertochter Gertraud, die Frau ihres verstorbenen Sohnes.

Trotz aller Schicksalsschläge nahm sie weiterhin am Leben teil, besuchte die Seniorennachmittage und die Kaffeekranzl der Katholischen Frauengemeinschaft, deren Mitglied sie war. Auch bei den Eichenlaubschützen war sie dabei.

Sie bewahrte ihre Selbstständigkeit bis ins hohe Alter hinein, führte ihren eigenen Haushalt, pflegte ihre Blumen und ihren Garten sowie das Kartenspiel und war mit fast 90 Jahren immer noch mit dem Auto unterwegs. Dabei wusste sie sich stets gut aufgehoben im Kreise ihrer Familie, den Kindern, den sieben Enkelkindern und den Urenkeln. Große Freude bereitete ihr, dass die Tochter ihres verstorbenen Sohnes Franz sich im Jahr 2018 entschloss, mit ihrer Familie das elterliche Anwesen in Kehrham zu übernehmen, in dem sie auch weiterhin gut versorgt wohnen konnte. In der Folgezeit bedurfte sie jedoch zunehmend der Pflege im häuslichen Bereich und sie musste, bedingt durch mehrere Krankenhausaufenthalte, im August letzten Jahres in das Pflegeheim Maria Schnee in Heldenstein einziehen. Dort schloss sie im März für immer ihre Augen. krl

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