Bei der MC Rattenkirchen auch kritische Themen zu hören

Vorsitzender Jakob Oberloherehrt Hans Anzenberger für 60-jährige Mitgliedschaft gemeinsam mit Präses Bruder Georg Greimel (von links). Krell

Unterschiedliche Themen beschäftigten die Mitglieder der Marianischen Männerkongregation Rattenkirchen. Eines davon war bei der Jahreshauptversammlung die vielfältige Kritik an der Kirche und wie man damit umgehen soll.

Rattenkirchen – Präses Bruder Georg Greimel aus Altötting ist seit Jahren ein Garant für interessante Themen und humorvolle Berichte, der auch schwierigen Themen nicht aus dem Wege geht. Zuvor gab der Vorsitzende der Marianischen Männerkongregation (MC) Rattenkirchen, Jakob Oberloher, einen Überblick über die Aktivitäten im Vereinsjahr.

Liebfrauenbote ans Bistumsblatt verkauft

So erinnerte er an das Obmännertreffen in Haag, die Maiandacht in der Filialkirche Ramering und das Treffen der Marianischen Männerkongregationen innerhalb des Pfarrverbandes mit Pfarrer Martin Ringhof. Außerdem wies er darauf hin, dass man bei allen kirchlichen Festen mit einer Fahnenabordnung vertreten war. Beeindruckend nannte er das Frühjahrhauptfest mit Bischof Dr. Wilhelm Krautwaschl aus Graz und das Herbsthauptfest, beide in Altötting, mit Abt Wolfgang Maria Hagl.

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Eindrucksvoll nannte Jakob Oberloher die Anteilnahme so vieler Menschen und Vereine bei der Beerdigung des jungen Sekretärs der Marianischen Männerkongregation Altötting, Michael Reiser.

Zusammen mit Präses Bruder Georg Greimel ehrte er dann Hans Anzenberger für 60-jährige Mitgliedschaft beim MC Rattenkirchen. Anschließend teilte Präses Bruder Georg Greimel mit, dass die MC Altötting mit Bruder Alexander Madathil einen neuen Vizepräses hat.

Er wies darauf hin, dass Firmlinge zukünftig 16 Jahre alt sein müssen, um zur Firmung zugelassen zu werden. Sorgen bereitet Präses Bruder Georg Greimel der Liebfrauenbote, die einzige MC-Zeitung in Deutschland. Da diese sich nicht mehr tragen konnte, wurde sie an das Bistumsblatt in Passau verkauft.

Dann ging er auf die vielfältige Kritik an der Kirche ein, der Angst, ein weiteres Abtriften der deutschen Bischöfe von Rom könnte auch zu einer Spaltung führen. Zum Thema „Sexuelle Gewalt und Machtmissbrauch in der Kirche“ meinte er, dass die Diskussion über die Aufarbeitung unbedingt geführt werden muss, man darüber aber nicht das Gute vergessen dürfe, das nach wie vor in der Kirche geschehe.

Zur Frage der Aberkennung der Gemeinnützigkeit eines Vereins, wenn nicht beide Geschlechter vertreten sind, meinte er: „Gehen wir den sodalen Weg und beten, dass der Heilige Geist alle erleuchte, auch die Bischöfe. Man muss versuchen, in dieser verrückten Zeit einfach normal zu bleiben.“

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