Mit Ratte, aber ohne Ticket im Zug

Diese Rattewurde von der Polizei versorgt. Der Besitzer landete in der Ausnüchterungszelle. Bundespolizei

Mühldorf. – Die Bundespolizei hat gestern einen 34-jährigen Deutschen und dessen tierischen Begleiter in Gewahrsam genommen.

Er soll in einem Zug Personen angepöbelt und einen Jugendlichen getreten haben.

Ein Reisender fühlte sich in der Bahn von Burgkirchen nach Mühldorf durch einen pöbelnden Betrunkenen derart belästigt, dass er die Polizei Mühldorf verständigte. Diese informierte die Bundespolizei am Bahnhof Mühldorf. Zwei Streifen kontrollierten den Betrunkenen am Bahnsteig. Ein 17-Jähriger hatte die eintreffenden Beamten dort bereits erwartet, da er Strafanzeige erstatten wollte. Er wäre von dem Mann getreten worden.

Die Beamten nahmen den Betrunkenen mit zur Dienststelle. Ausweispapiere oder eine Fahrkarte für den Zug, in dem er unterwegs war, hatte der 34-Jährige nicht dabei – dafür eine Ratte, die bei der Kontrolle aus dem Hemdkragen spitzte. Der Mann sollte anschließend seine Fingerabdrücke abgeben, wogegen er sich mit Händen und Füßen wehrte. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 2,96 Promille. Daraufhin verständigten die Bundespolizisten einen Notarzt, der den Mann ins Krankenhaus bringen wollte.

Der Betrunkene randalierte und spuckte in seiner Zelle und hörte auch im Krankenwagen nicht auf, wo er auch auf die Beamten losging. Nach Rücksprache mit dem Arzt brachten ihn die Polizisten zurück und steckten den 34-Jährigen in eine Ausnüchterungszelle. Den Mann erwartet eine Anzeige wegen Körperverletzung, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Erschleichens von Leistungen. Sein tierischer Begleiter wird laut Polizei artgerecht versorgt.

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