Nachruf auf Sylvester Walch aus Polling

Sylvester Walch
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Sylvester Walch

Polling –. Nur kurze Zeit nach dem Tod seiner geliebten Frau Margarethe ging auch Sylvester Walch am 31. Juli den Weg alles Irdischen.

In seinem Leben setzte er selbst in die Tat um, was er seine Schüler lehrte. So zeichneten ihn Höflichkeit und Respekt seinen Mitmenschen gegenüber und sein sonniges Gemüt aus, das ihn selbst in schweren Zeiten nicht zweifeln ließ. Was vor allem in der Erinnerung vieler Leute bleiben wird, sind die Begegnungen mit ihm: Stets ein freundliches „Grüß Gott“, verbunden mit dem Ziehen seines Hutes und einer angedeuteten Verbeugung. Geboren wurde Sylvester Walch am 7. Juli 1930 in Schönau am Königssee, wo er nach der Schulzeit eine Malerlehre machte. Aufgrund seiner Eignung drängte ihn eine damalige Lehrerin schließlich zu einer Ausbildung zum Lehrer, die er in Freising absolvierte und die ihn letztlich an die damalige Volksschule und spätere Grund- und Hauptschule nach Polling brachte. Hier lernte er seine Margarethe kennen, der er 1954 das Jawort gab. Er unterrichtete jahrzehntelang mit großem Engagement. Auch brachte er sich in das Gemeindeleben ein, fungierte als Gemeinderat und engagierte sich in der Kirchenverwaltung und als Wortgottesdienstleiter. Vor allem die Bücherei lag ihm am Herzen. Weil er sie mit auf- und ausbaute, verlieh ihm die Gemeinde Polling die Ehrenmedaille. Dem Ehepaar waren, begleitet von den Töchtern Gabriele und Ulrike, den Schwiegersöhnen und Enkelkindern, viele Jahre im Ruhestand gegönnt, bis gesundheitliche Probleme das Leben bestimmten. Der Abschied von seiner Frau kostete ihn viel Kraft und trug vielleicht dazu bei, dass sein Leben ebenfalls zu Ende ging – gläubig, wie er war, in der Hoffnung auf ein Wiedersehen. wag

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