Polling: Gemeinderat ist sich uneinig bei der Dachform im neuen Baugebiet

Das neue Baugebiet „Am Grünbach“: Wo jetzt noch das Getreide steht, werden acht Baugrundstücke geplant und erschlossen.
+
Das neue Baugebiet „Am Grünbach“: Wo jetzt noch das Getreide steht, werden acht Baugrundstücke geplant und erschlossen.

Acht Baugrundstücke sollen im Osten Grünbachs entstehen. Die Billigung des Planentwurfs für das Baugebiet „Am Grünbach“ war Thema auf der letzten Sitzung des Gemeinderates vor der Sommerpause.

Von Robert Wagner

Polling – Die Größe der Baugrundstücke liegt zwischen 650 und 750 Quadratmetern. Durch das angrenzende FFH-Gebiet darf auf den westlich gelegenen Parzellen ein Randstreifen von vier Metern Breite nicht für Bebauung, Kompostierung oder andere Maßnahmen genutzt werden, wie Bürgermeister Lorenz Kronberger (UWG) erklärte. Im Hinblick auf die Gestaltung der Bebauung gelten weiterhin die allgemein erlassenen Regeln der Gemeinde, wie Kronberger auf Anfrage von Reinhard Oberstarr (CSU) erklärte.

Vorschläge scheitern im Gremium

Darüber hinaus sei in diesem speziellen Fall aufgrund des Ortsbildes und des dörflichen Charakters in Bezug auf die Dachgestaltung eine Vorgabe verankert. Seiner Meinung nach sollten hier Häuser mit Satteldach und einer Dachneigung von 25 bis 32 Grad entstehen: „Das finde ich hier angebracht, um das Ortsbild zu erhalten“, erklärte der Bürgermeister.

Eine Meinung, die nicht alle Gemeinderäte teilten und so kam es zu einer Abstimmung über die einzelnen Formen, die Bürgermeister Kronberger mit den Worten „Wenn sich die Geister an der Dachform scheiden“ einleitete. So forderte zum Beispiel Stefan Mooshuber (CSU), solaroptimierte Pultdächer zu genehmigen, Thomas Jobst (CSU) wollte sogenannte Zeltdachausführungen mit aufnehmen. Beide Vorschläge fanden keine Mehrheit. Pultdach scheiterte knapp mit 8:9 Stimmen, Zeltdach deutlich mit 4:13 Stimmen.

Flachdächer für Garagen und Carports

Karin Mayerhofer (FW) sprach sich dafür aus, alle Dachvarianten zuzulassen, Gemeinderätin Lena Koch (Grüne) forderte für Garagen und Carports Flachdächer zu erlauben, die begrünt werden müssen. Ihr Vorschlag fand eine Mehrheit von 11:6 Stimmen und somit Aufnahme im Planentwurf, der nunmehr die bereits genannte Variante Satteldach mit 25 bis 32 Grad Dachneigung für alle Gebäude und zusätzlich Flachdach mit Begrünung für Garagen und Carports vorsieht.

Lesen Sie auch:

Ein straffes Zeitfenster für die Pollinger Verbundleitung

Schmackhafte Katastrophe: Signalkrebs jetzt auch im Flossinger Weiher gesichtet

Die Umsetzung einer kleinen Brücke, um für die Kinder ein Erreichen des Ortskerns ohne Benutzung der Hauptstraße zu ermöglichen, forderten Alfred Wagner (CSU) und Reinhard Oberstarr (CSU). Ein Vorhaben, das er unterstütze, sagte Bürgermeister Kronberger. Allerdings müsse dies noch mit verschiedenen Stellen abgestimmt werden. Um deutliche Verzögerungen zu vermeiden, wurde dies nun noch nicht in den Entwurf aufgenommen. In Bezug auf die Anzahl der Wohneinheiten pro Gebäude fiel die Entscheidung für die Zulassung von zwei Wohneinheiten.

Abschließend erteilte der Gemeinderat das einstimmige Votum, mit dem abgeänderten Planentwurf in das Verfahren zu gehen.

Kommentare