Polling: 300000 Euro Schaden nach einem Brand auf einem Pferdehof

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Vollständig abgebrannt sind bei einem Brand die Lagerhalle und ein offener Stall auf einem Pferdehof. Zerstört wurde dabei ein großes Stroh- und Heulager. Hinweise auf Brandstiftung hat die Polizei nicht, der Schaden liegt bei etwa 300000 Euro.

Polling – Großalarm für die Feuerwehren rund um Polling am Freitagabend: Ein Brand auf einem Pferdehof hat ein großes Stroh- und Heulager vernichtet. Von den Flammen zerstört wurden auch die Maschinen in der Lagerhalle sowie ein danebenliegender offener Stall. Menschen und Tieren blieben unverletzt. Die Polizei geht von einem Schaden in Höhe von etwa 300 000 Euro aus.

Erst vergangene Woche hatte Hofeigentümerin Elisabeth Höll die Lagerhalle mit neuem Stroh aufgefüllt, jetzt ist es samt Lagerhalle und Maschinen vom Brand vernichtet worden. Am Freitagabend gegen 18 Uhr bemerkten sie Rauch aus der Lagerhalle und alarmierten sofort die Feuerwehr. „Es hat nicht lange gedauert, bis alles gebrannt hat“, sagt sie, die gemeinsam mit ihrem Partner den Pferdehof betreibt. Trotz des schnellen Eingreifens brannten die Lagerhalle und ein danebenliegender offener Stall komplett nieder. Die Pferde, die sich dort aufhielten, konnten unversehrt ins Freie gebracht werden. Auch Personen kamen nicht zu schaden.

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Rund 150 Einsatzkräfte von den Feuerwehren Polling, Flossing, Forsting, Weiding, Grünbach, Mörmoosen, Tüßling, Teising, Oberneukirchen, Unterneukirchen, Raitenhart, Mühldorf und Altmühldorf und der Kreisbrandinspektion waren vor Ort. Das Feuer brach in der Lagerhalle aus, das sich durch das gelagerte Stroh blitzartig ausbreiten konnte. Die Halle stand schnell in Vollbrand, die Löscharbeiten dauerten bis zum nächsten Tag.

Reithalle bleibt ohne Schaden

Dass das Feuer sich nicht noch weiter ausbreiten konnte, war damit primäre Aufgabe der Einsatzkräfte. Denn neben den beiden kleineren Gebäuden liegt die Reithalle, die aber in Folge des Brandes nicht beschädigt worden ist.

„Die Schwierigkeiten bei Bränden dieser Art ist, dass Stroh und Heu von außen nach innen weiter brennen und sich somit das Feuer immer weiter entfacht“, sagt Manuel Liegl, Kommandant der Pollinger Feuerwehr. Aus diesem Grund wurden die Stroh- und Heuballen nach und nach mit einem Bagger auseinandergezogen, um auf diese Weise alle Glutnester zu löschen.

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Der Hof liegt etwas außerhalb Pollings. „Für die Löscharbeiten brauchten die Aktiven mehrere unabhängige Quellen“, erklärt Kreisbrandinspektor Bernd Michel. Neben einen Hydranten zapften die Aktiven den Hirschbach in Polling an und das Gewässerreservoir eines großen Gewächshauses.

Noch in den Abendstunden übernahm der Kriminaldauerdienst der Kriminalpolizeiinspektion Traunstein vor Ort die Ermittlungen zur Klärung der Brandursache. Nach ersten Erkenntnissen wird nicht von einer vorsätzlichen Brandstiftung ausgegangen. Der entstandene Sachschaden wird auf ungefähr 300 000 Euro geschätzt.

Maschinen in der Lagerhalle

Auch Elisabeth Höll schließt eine Brandstiftung aus. Denn dass sich jemand unbemerkt auf den Hof schleichen könnte, sei am helllichten Tag nicht möglich. Außerdem: „In der Lagerhalle waren Maschinen untergestellt, auf dem Dach eine Fotovoltaikanlage installiert.“ Ein technischer Defekt sei damit denkbar.

Bei der Versorgung der Pferde steht Elisabeth Höll vorerst einmal nicht vor einem Problem. „Wir haben auch noch an anderer Stelle Heu und Stroh gelagert.“ Mittlerweile habe sie auch schon recherchiert, wo sie noch Stroh und Heu ordern kann.

Der Betrieb auf dem Pferdehof könne wie gewohnt weiterlaufen, weil keine weiteren Gebäude vom Brand betroffen sind. „Wir sind froh, dass alles so ausgegangen ist und weder Mensch noch Pferde verletzt worden sind.“

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