Plötzlich stand der Skoda im Café: Zum Glück keine Verletzten nach Unfall in Mühldorf

Wie der Skoda im Café landete – darauf konnte sich auch der Fahrer keinen Reim machen. Glück im Unglück: Zum Zeitpunkt des Unfalls waren die Plätze am Fesnter nicht besetzt.
  • Josef Enzinger
    vonJosef Enzinger
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Erst ein lautes Scheppern, dann Glasscherben, die auf den Boden fallen, und schließlich Wasser, das aus der Heizung austritt: Angestellte des Café Windhager in Mühldorf und die Gäste kamen am Montagmorgen mit dem Schrecken davon, als plötzlich ein silberner Skoda in dem beliebten Treffpunkt von Schülern der Berufsschule und des Ruperti-Gymnasiums stand.

Mühldorf – Als das Ganze gegen 8.45 Uhr passierte, befanden sich aber glücklicherweise nur zwei Gäste im Cafés, im hinteren Teil. „Wenn vorne an der Scheibe jemand gesessen hätte, nicht auszudenken, was da hätte passieren können“, sagt Christiane Hammermaier, Angestellte der Bäckerei und deutet auf einen Stuhl, der unter die Räder des Autos gekommen war und nur noch Sperrmüll ist.

Das Sitzmöbelist nur noch Sperrmüll.

Glasscherben überall, der Heizkörper inzwischen abmontiert. Den hatte das Auto nämlich ebenfalls gerammt. Ein Heizungsbauer ist aber schnell zur Stelle, um das Wasser abzudrehen und so weiteren Schaden zu verhindern. Der dürfte in Anbetracht der zerstörten Scheibe und der umgefahrenen Heizung in die Tausende gehen.

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Glück im Unglück: Wegen Corona laufen die Schulen aktuell im reduzierten Modus. Laufkundschaft mit Schulranzen hält sich also aktuell in Grenzen, niemand wurde verletzt. Wie das Ganze passiert ist, konnte sich auch der Fahrer des Skodas, laut Polizeibericht ein 76-jähriger Mann aus Töging, nicht erklären. „Das ist die Millionenfrage“, sagt der Rentner nur knapp, immer noch unter Schock, als eine Stunde nach dem Vorfall sein Wagen von einem Abschleppdienst weggebracht wird.

Durch die Scheibe, über die Heizung: Der Schaden dürfte einige tausend Euro ausmachen.

Die Erleichterung, dass nicht mehr passiert ist, mischt sich bei Christiane Hammermaier mit Bedauern: „Wir hätten heute nach acht Wochen der Schließung wegen Corona zum ersten Mal wieder das Café für die Gäste geöffnet. Auch ein Mittagessen hätten wir angeboten. Daraus wird nun nichts. Wir können unsere Gäste jetzt erst einmal an die Tische vor dem Café vertrösten oder das Essen zum Mitnehmen anbieten!“ privat/Enzinger

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