Pendler aufgepasst: SOB-Fahrplan wird verbessert – auf Meridian-Strecke wird gebaut

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Moderne Züge der Baureihe VT 640 verstärken die Flotte der Südostbayernbahn. 

Christoph Kraller, Chef der Südostbayernbahn, und Dr. Marcel Huber haben den neuen Plan für die Südostbayernbahn vorgestellt – und hoffen, die Alternative zum Auto so attraktiver zu machen. Auf Meridian-Pendler allerdings kommen noch Baustellen zu. 

Mühldorf – Die bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG), die den Regional- und S-Bahn-Verkehr in Bayern plant, finanziert und kontrolliert, hat bei der Südostbayernbahn (SOB) zum Fahrplanwechsel im Dezember insgesamt rund 120.000 Zugkilometer pro Jahr zusätzlich bestellt. 

Kommentar: Grüße aus der SOB: Meridian kann jeder

SOB-Geschäftsführer Christoph Kraller und der Landtagsabgeordnete Dr. Marcel Huber stellten die Fahrplanverbesserungen am Mühldorfer Bahnhof vor. 

Flotte wird erweitert

Um die zusätzlichen Leistungen erbringen zu können, schafft die SOB zur Verstärkung der Flotte sukzessive moderne Fahrzeuge der Baureihe VT 640 an. Die ersten vier Züge dieses neuen Fahrzeugtyps sind bereits im Rahmen von Ausbildungsfahrten im SOB-Netz im Einsatz. 

Christoph Kraller, Geschäftsleiter der SOB, freut sich: „Die Bestellungen des Freistaats Bayern machen die Schiene in unserer Region noch stärker. Im Rahmen der neuen Konzernstrategie "Starke Schiene" möchten wir mehr Fahrgäste in unsere Züge bringen. Um noch robuster zu werden, verstärken wir unsere Flotte durch zusätzliche moderne Züge.“ 

Ziel: Komfort und Zuverlässigkeit

Landtagsabgeordneter Marcel Huber stellt die umweltpolitische Bedeutung heraus: „Damit sind wir unserem Ziel, die Bahn zu einer echten Alternative zum Auto zu machen, wieder ein Stück näher gekommen. Nur wenn zuverlässige und komfortable Anbindungen auch in den Randzeiten zur Verfügung stehen, entscheiden sich die Menschen für die Schiene.“ 

Thomas Prechtl, Sprecher der Geschäftsführung der BEG, erläutert: „Von den neuen Zugverbindungen ab Dezember profitieren Fahrgäste auf den Strecken von Mühldorf nach München, Landshut und Traunstein sowie zwischen Traunstein und Waging. Teilweise handelt es sich um Taktverbesserungen, teilweise um zusätzliche Züge in Tagesrandlagen oder an Sonn- und Feiertagen.“ 

Weitere Taktverbesserungen auf den Strecken von Mühldorf nach Simbach, Burghausen, Traunstein und Rosenheim hat die BEG zum kleinen Fahrplanwechsel im Juni 2020 bestellt. Sie umfassen noch einmal rund 90. 00 zusätzliche Zugkilometer pro Jahr. 

Bis voraussichtlich zum Fahrplanwechsel im Dezember werden SOB Züge zwischen Garching und Freilassing weiter nur mit einer verminderten Geschwindigkeit fahren. Damit auf der eingleisigen Strecke dennoch Fahrpläne und Fahrzeugumläufe eingehalten werden können, halten die Züge in diesem Zeitraum in Kirchanschöring nur alle zwei Stunden. Nicht betroffen vom Haltausfall ist die RB 27971 in Richtung Salzburg mit Halt um 8.18 Uhr in Kirchanschöring. Zusätzlich wird ein Bus zwischen Kirchanschöring und Laufen für die RB 27987 und RB 27984 eingesetzt.

Schienenersatzverkehr beim Meridian 

Ab Oktober brauchen auch Meridian-Pendler Geduld. Auf sie kommen nämlich Baustellen zu: So kommt es vom 16. bis zum 21. Oktober auf dem Streckenabschnitt Holzkirchen – Kreuzstraße zu Teilausfällen und Schienenersatzverkehr mit Bussen (SEV), weil Weichen erneuert werden. 

PDFs des Meridian zur Baustellenübersicht Oktober bis Dezember 2019 

Vom 25. November bis zum 23. Dezember kann bei einzelnen Verbindungen der Streckenabschnitt München Hauptbahnhof – Holzkirchen nicht bedient werden. Züge starten/enden in Holzkirchen. Zusätzlich kann der Halt Donnersbergerbrücke nicht angefahren werden. Grund ist der Bau der 2. S-Bahn-Stammstrecke in München. 

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