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Kosmetikerin Kerstin Mittermaier aus Töging im Lockdown: „Wir werden vergessen“

Kerstin Mittermaier betreibt in Töging einen Kosmetiksalon. Seit November hat sie geschlossen.
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Kerstin Mittermaier betreibt in Töging einen Kosmetiksalon. Seit November hat sie geschlossen.

Kerstin Mittermaier (30) hält ihren Kosmetiksalon Rapp in Töging am Inn seit Anfang November geschlossen. Ihre Kritik: Die Hilfe ist zu gering, zu spät, zu umständlich. Was sie besonders sauer macht: „Dass wir vergessen werden.“ Die Schulden steigen. Aber sie blickt auch voraus: „Ich werde irgendwann wieder aufsperren.“ 

Töging – Der Lockdown und die Folgen – das sieht Kerstin Mittermaier aus Töging am Inn so: „Mein Studio habe ich seit fast zehn Jahren. Bei uns ist es so, alle aus der Beauty-Branche haben schon seit 1. November geschlossen. Die Unterstützungen, die es gibt, sind wirklich lächerlich. Es reicht nicht, es dauert ewig, bis es kommt, oder bis man es überhaupt beantragen kann. Januar und Februar kann man zum Beispiel nicht beantragen, weil der Steuerberater keine Plattform vorfindet. Auch noch so eine Sache: dass man einen Steuerberater braucht. Der kostet auch noch. 

Mein Dispo ist ausgereizt, wie es weitergeht, weiß ich nicht. Es ist psychisch und emotional eine Riesenbelastung.

Kerstin Mittermaier, Kosmetiksalon-Inhaberin aus Töging

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Mir persönlich geht es schlecht. Mein Dispo ist ausgereizt, wie es weitergeht, weiß ich nicht. Es ist psychisch und emotional eine Riesenbelastung. Wann geht es weiter? Und wenn wir dann wieder öffnen, kommt dann im Herbst der nächste Lockdown? Es ist unüberlegt. Was uns sauer macht, ist, dass wir vergessen werden. Man hört immer nur von Friseuren und von Gastrobetrieben, aus der Beauty-Branche wird nichts berichtet.

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Ich finde es auch ungerecht. Hautarztpraxen dürfen auch kosmetische Behandlungen anbieten die dürfen arbeiten, obwohl sie teilweise nichts anderes machen wie wir. Der Schuldenberg, den man ohne Eigenverschulden aufbaut, ist enorm. Es geht in fünfstellige Bereiche, die man irgendwann wieder abbezahlen muss. Da muss man doppelt und dreifach arbeiten. Wenn die Kunden überhaupt wieder kommen… Aber ich werde irgendwann wieder aufsperren. Es wird Zeit.“

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