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Der Traum vom Kosmetikstudio: Franziska Gehrmann aus Mühldorf fällt durchs Lockdown-Raster

Franziska Gehrmann (31) wollte ihren Traum wahrmachen und machte in Mühldorf ein Kosmetikstudio auf. Dann kam der Lockdown.
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Franziska Gehrmann (31) wollte ihren Traum wahrmachen und machte in Mühldorf ein Kosmetikstudio auf. Dann kam der Lockdown.

Franziska Gehrmann (31) wollte ihren Traum wahrmachen und machte in Mühldorf ein Kosmetikstudio auf. Vier Wochen später kam der Lockdown. Und jetzt? Fällt sie durch alle Raster, wie sie sagt. Ihr Studio hat eine ungewisse Zukunft. „Wir Gründer erfahren leider keine Unterstützung“, sagt sie. 

Mühldorf – Franziska Gehrmann aus Teising hatte in Mühldorf eben erst ihr Kosmetikstudio eröffnet, da kam – nach nur vier Wochen - der Lockdown. So schildert sie ihre Existenzkrise:

„Ich habe mich im Oktober 2020 mit meinem Kosmetik- und Make-up-Studio in Mühldorf am Inn selbstständig gemacht. Eigentlich bin ich Sozialpädagogin, dennoch stand für mich bereits im Februar 2020 fest, dass ich meinem Herz folgen und mich im Beauty-Bereich komplett selbständig machen möchte, nachdem ich einige Jahre lang nebengewerblich als Make-up Artist gearbeitet habe. So habe ich noch eine Ausbildung zur Kosmetikerin absolviert und nebenbei weiter als Sozpäd gearbeitet, um mir meinen Traum zu erfüllen.

Ich hatte genau vier Wochen offen, bevor ich bereits im November aufgrund des Lockdown light schließen musste.

Franziska Gehrmann, Inhaberin des Kosmetikstudios aufhübschBAR in Mühldorf

Coronavirus-Lockdown: Betroffene aus der Region Rosenheim und Mühldorf zeigen Gesicht

Alles Geld wurde dann in mein Studio investiert, meine krisensichere Festanstellung habe ich zum 30. September 2020 gekündigt und nahtlos am 1. Oktober 2020 meine aufhübschBAR in Mühldorf eröffnet. Ich hatte genau vier Wochen offen, bevor ich bereits im November aufgrund des Lockdown light schließen musste. Ein äußerst blödes Timing, denn gerade die ersten Monate sind besonders wichtig für die Kundenakquise, um bekannt und sichtbar werden.

Franziska Gehrmann kämpft weiter und will ihren Traum leben

Das Schlimmste aber: Als Neugründer zum 1. Oktober 2020 falle ich komplett durch das Raster und habe keinerlei Anspruch auf Hilfen, weder November- und Dezemberhilfe, noch die kommende Überbrückungshilfe III. Wir Gründer erfahren leider keinerlei Unterstützung, und gerade wir haben es doch bitter nötig. Nach einer Gründung sind keine Rücklagen da, und dennoch laufen alle Kosten, egal, ob betrieblich oder privat, weiter.

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Ich möchte kämpfen für meinen Traum, den ich mir mit viel Herzblut, Geduld und Fleiß erfüllen konnte. Und ich möchte ihn weiterleben. Aber ich frag mich, wie das nur gehen soll? Mein Mann hält mich momentan auch über Wasser, aber dennoch ist das nicht mehr länger so tragbar. Wir sind beide selbstständig und haben zwei Kinder.“

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