Mit Optimismus durchs Leben

Zum 90. Geburtstag:Bürgermeister Rainer Greilmeier überbrachte Resi Stöckl die guten Wünsche der Gemeinde. RE

Rattenkirchen – Aufgeweckt und freundlich wie immer begrüßte Resi Stöckl, geborene Sperr, aus Bürg ihre Gäste, Freunde und Verwandten.

Diese hatte sie anlässlich ihres 90. Geburtstags ins Bürgerhaus geladen.

Es war ein schneereicher Tag damals 1930, als Resi Stöckl am 6. Februar in Annabrunn – dort hatten ihre Eltern eine Wohnung bezogen – das Licht der Welt erblickte. Hier blieb die Familie nicht lange, denn bereits ein Jahr später kauften sie ein Grundstück in Riedbach und errichteten dort ein Eigenheim.

Zusammen mit ihren zwei Schwestern und zwei Brüdern verbrachte sie hier eine glückliche Kindheit, auch wenn sie als Älteste auf ihre kleineren Geschwister aufpassen musste. Sie ging ihrer Mutter, die den Haushalt führte, stets zur Hand und lernte von ihr das Kochen, Handarbeiten und die richtige Haushaltsführung. Dabei zeigte sich auch, dass sie ein besonderes Geschick für die Schneiderei entwickelte. So war es nur folgerichtig, dass sie in Reichertsheim den Beruf einer Damenschneiderin erlernte. 1950 legte sie ihre Prüfung für die Damenschneiderei mit Erfolg ab.

Sie war auch eine begeisterte Tänzerin, und, wie damals üblich, besuchte sie gerne Tanzabende. Dabei lernte sie ihren Mann Lorenz Stöckl kennen und lieben. 1955 gaben sich die beiden das Jawort.

Bereits 1954 hatten sie von den Eltern des Ehemanns ein Grundstück in Bürg erhalten. Gemeinsam erfüllten sie sich den Traum vom eigenen Haus, in und mit dem sie ihr weiteres Leben gestalten konnten.

1957 komplettierte sich das Glück der beiden mit der Geburt des Stammhalters, der nach seinem Vater Lorenz getauft wurde.

Im Jahre 2005 konnten die beiden auf 50 Jahre gemeinsamen Lebens zurückblicken und die goldene Hochzeit feiern. Vier Jahre später musste Resi Stöckl einen schweren Schicksalsschlag hinnehmen: 2009 verstarb ihr Mann.

Sie fühlt sich aber gut versorgt, wie sie selbst sagt. Ihr Sohn und die Schwiegertochter sowie ihre zwei Enkeltöchter kümmern sich liebevoll um sie.

Noch heute strickt sie gerne, löst schwierige Kreuzworträtsel und unternimmt Spaziergänge in die Natur. Seit mehr als fünf Jahrzehnte ist sie Mitglied der Hauner Schützen und der Frauengemeinschaft. Auch freut sie sich auf die regelmäßigen Besuche ihres Urenkels Andreas.

Auf ihr langes Leben angesprochen, rät sie, die Dinge des Lebens optimistisch angehen. Dadurch wird vieles leichter. krl

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