Ohne Stellplatz auch keine neue Wohneinheit

Buchbach – Im Bereich des Bebauungsplanes „Buchbach-Thal“ hat ein Grundstücksbesitzer eine Abfuhr des Marktgemeinderates erhalten.

Er hatte beantrag, dass in dem bereits bestehenden Wohngebäude die Wohnflächen so abgetrennt werden sollen, dass zwei Wohneinheiten entstehen. Darüber hinaus möchte er eine dritte Wohneinheit im Dachgeschoss über der bestehenden Garage bauen.

Siedlungsstrukturändert sich

Bürgermeister Thomas Einwang (Wahlvorschlag Ranoldsberg) machte deutlich, dass die äußere Gestaltung des Wohngebäudes dadurch unverändert bleibt. Die Festsetzungen des Bebauungsplanes werden aber hinsichtlich der Zahl der zulässigen Wohnungen und der geforderten Stellplätze nicht eingehalten. Einwang führte weiter aus, dass der Bebauungsplan aus den 90er-Jahren stammt und die Beschränkung auf zwei Wohneinheiten pro Grundstück zu „Wahrung des ländlichen Charakters von Buchbach“ erfolgte. Aufgrund der sich ändernden Siedlungsstruktur mit vielen Mehrfamilienhäusern und dem politischen Ansatz, nicht unnötig Flächen zu verbrauchen sowie durch Nachverdichtung Wohnraum zu schaffen, könnte man den Ansatz des Bebauungsplanes zumindest überdenken. Ein Problempunkt ist aber ganz sicher die Frage nach den Stellplätzen. Für drei Wohneinheiten können die Stellplätze nicht – wie vorgeschrieben – auf dem Grundstück nachgewiesen werden. Der Antragsteller schlägt deshalb vor, den fehlenden Stellplatz mittels einer Ablöse zu sichern. Nördlich an das Grundstück schließt sich ein großer Wendehammer mit öffentlichen Parkbuchten an. Hier könnte eine Ablöse durchaus umgesetzt werden, so Bürgermeister Einwang. Joachim Schöngut (Grüne/Unabhängige) sprach sich allerdings vehement dagegen aus. Damit schaffe man einen Präzedenzfall, so seine Sorge. Er schlug vor, in der Ellastraße, die nur etwa 70 Meter entfernt ist, Stellplätze zu schaffen, dort aber auch einen reellen Preis dafür zu verlangen. Dazu muss die Gemeinde aber erst prüfen, ob ihr dieser Grund überhaupt gehört. Sonja Thalmeier (Grüne/Unabhängige) machte noch einmal deutlich, dass Stellplätze auf dem eigenen Grundstück geschaffen werden müssen. Das sah auch Karl-Heinz Kammerer (CSU/UWB) so. Er könne einer Erweiterung nur zustimmen, wenn die notwendigen Stellplätze auf dem Grundstück geschaffen werden.

Ja zur zweiten, Neinzur dritten Einheit

Schließlich sprach sich der Marktgemeinderat einstimmig dafür aus, der Schaffung der zweiten Wohneinheit zuzustimmen. Er sagte aber auch „Nein“ zur dritten Wohneinheit mit dem Verweis auf den fehlenden Stellplatz und verweigerte auch einer Ablöse die Zustimmung. hsc

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