Ölheizungen, auch in Engelsberg, nur noch bis Ende 2025: Mehr Förderung für Fernwärme

Das Heizhaus der Engelsberger Fernwärme läuft nach vielen Optimierungen.
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Das Heizhaus der Engelsberger Fernwärme läuft nach vielen Optimierungen.

Ab dem Jahr 2026 sind reine Ölheizungen verboten – das ist einer der Beschlüsse, die die Bundesregierung im Klimapaket zusammengefasst hat. Diese Regelung betrifft viele Haus- und Wohnungsbesitzer, auch in Engelsberg.

von Gundi Gillitz

Engelsberg – Bürgermeister Martin Lackner und die Engelsberger Fernwärme weisen darauf hin, dass vor Ort viele Eigentümer die Möglichkeit haben, ihre Immobilie an das Fernwärmenetz anzuschließen oder die bestehende Heizung zu optimieren.

Experte muss zurate gezogen werden

Dafür gebe es verschiedene Fördermöglichkeiten, die Anfang des Jahres noch einmal aufgestockt worden seien. Das KfW-Programm stelle beispielsweise einen Zuschuss von 20 Prozent in Aussicht. Um diesen nutzen zu können, müsse zuvor ein Energieeffizienz-Experte zurate gezogen werden.

Kosten werden mit 50 Prozent bezuschusst

Diese Kosten würden wiederum mit 50 Prozent gefördert. Andere Programme böten beispielsweise einen Tilgungszuschuss an. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfahrkontrolle (Bafa) biete mit dem Programm „Heizungsoptimierung“ eine Förderung von Maßnahmen wie dem Ersatz von Heizungspumpen und Wasserzirkulationspumpen an. Ein Energieeffizienz-Experte sei in diesem Fall nicht nötig.

Die Förderhöhe liege bei 30 Prozent pro Standort

Bevor die Maßnahmen in Auftrag gegeben werden, müsse sich der Eigentümer lediglich auf dem Online-Portal des Bafa registrieren. Sobald die Arbeiten abgeschlossen sind, müsse dies ein Handwerker bestätigen. Außerdem müssten im Anschluss die Rechnungen auf dem Portal hinterlegt werden. Die Förderhöhe liege bei 30 Prozent pro Standort, maximal 25 000 Euro. Wichtig sei, dass vor Auftragsvergabe die entsprechenden Förderanträge gestellt und ggf. Förderbescheide abgewartet werden müssen.

Sprechtage in Trostberg und Obing

Weitere Informationen zu diesem Thema sowie kostenlose Beratungstermine gibt es bei der Energieagentur Südostbayern unter www.energieagentur-suedost.bayern. Aktuell seien Sprechtage in Trostberg und in Obing geplant. Bei genügend Interesse könnten aber auch Termine in Engelsberg angeboten werden. „Der Klimawandel ist in vollem Gange und hat verstärkt Auswirkungen auf die Gemeinde“, sagte Bürgermeister Martin Lackner. Es sei jetzt nötig, sich mit dem Thema Heizung zu beschäftigen, um auch „im Privaten einen Beitrag für eine saubere Umwelt zu leisten“.

Schließlich kommt auch noch die CO2-Bepreisung

Mit dem Klimapaket hat die Bundesregierung verschiedene Maßnahmen beschlossen, die auch Ölheizungen betreffen. Neue Öl-Brennwertkessel dürfen nur noch bis Ende 2025 installiert werden. Reine Ölheizungen sind ab 2026 verboten, es dürfen nur noch sogenannte Öl-Hybridheizungen verbaut werden. Bei diesen gibt es – zusätzlich zur Ölheizung – einen Wärmeerzeuger auf Basis erneuerbarer Energien. Eine Austauschpflicht gilt für alle Häuser, deren Heizung ab dem 1. Februar 2002 installiert wurden. Eine weitere Maßnahme des Klimapakets ist die Einführung der CO2-Bepreisung. Der Preis dafür liegt in 2021 bei 25 Euro je Tonne. Dieser wird bis zum Jahr 2026 auf mindestens 55 Euro steigen.

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