Ökologische Pflege für den Damm am Innkanal

Ein Blütenband in lila, weiß und gelb zieht sich am Innkanal entlang. Die Pracht ist das Ergebnis eines ökologischen Gesamtkonzepts, um Magerstandorte mit ihrer typischen Flora und Fauna zu erhalten.
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Ein Blütenband in lila, weiß und gelb zieht sich am Innkanal entlang. Die Pracht ist das Ergebnis eines ökologischen Gesamtkonzepts, um Magerstandorte mit ihrer typischen Flora und Fauna zu erhalten.

Töging –. Blumen in den Farben von lila, gelb und weiß bilden ein blühendes Band entlang des Innkanals.

Die Verbund Innkraftwerke pflegen und erhalten die wertvollen Magerstandorte mit ihrer typischen Flora und Fauna auf Grundlage eines ökologischen Gesamtkonzepts. Zum Erhalt des Genpools wird heuer zusätzlich standorttypisches Saatgut gewonnen. Zudem werden Neophyten, nicht heimische Pflanzen, bekämpft.

Der Innkanal zeigt sich derzeit in voller Blütenpracht. Sie ist das Ergebnis eines ökologischen Gesamtkonzepts, das bei der Pflege des Damms zur Anwendung kommt. Das erklärte Ziel ist die Erhaltung von Magerstandorten mit ihrer typischen Flora und Fauna, wie der Verbund mitteilt.

Lebewesen und Pflanzen in dieser Lebensraumgemeinschaft sind auf sonnige Standorte angewiesen und weichen jeglichem Schattendruck aus, wie er etwa von Gebüsch oder Bäumen ausgehen würde. Teil des Pflegekonzepts sind daher regelmäßige Mäharbeiten. Das Gesamtkonzept ist mit dem amtlichen Naturschutz abgestimmt.

Die Pflegearbeiten in diesem Jahr haben zudem noch Zusatznutzen, weshalb sie bereits jetzt ausgeführt werden. Um die typische Pflanzenwelt zu erhalten und in der Region weiter zu verbreiten, wird Mähgut gewonnen, welches auf den Dammbereichen Fraham und Jettenbach aufgebracht werden soll. Zusätzlich werden mit speziellen Maschinen Samen von blühenden Wiesen gewonnen. Entscheidend für den Erfolg ist der Zeitpunkt. Die Pflanzensamen von Blühpflanzen und Gräsern müssen entsprechend ausgebildet, dürfen aber noch nicht abgeworfen sein. So wird sichergestellt, dass das blühende Band nicht nur fortgesetzt wird, sondern auch in der Durchmischung den ortstypischen Charakter besitzt und der lokale Genpool erhalten bleibt. Die Saatgutgewinnung ist Teil des Landkreisprojektes zur Renaturierung artenreicher Wiesen im Landkreis.

Leider sind am Damm auch unerwünschte Pflanzen beziehungsweise Neophyten zu finden, Pflanzen, die in der Region nicht heimisch sind und eingeschleppt wurden. Hier haben sich unter anderem Springkraut, Kanadische Goldrute und Japanischer Staudenknöterich ausgebreitet. Wo es möglich ist, werden diese in Handarbeit bekämpft. Wenn ihre Ausbreitung ein gewisses Maß überschritten hat, wird die Fläche maschinell bearbeitet. Mit der rechtzeitigen Mahd wird die Ausreifung von Samen verhindert, sodass keine Verbreitung erfolgen kann. Andererseits können auf den so frei gewordenen Bereichen wieder heimische Arten aufkommen.

Die betroffenen Flächen befinden sich im Bereich Kanaleinlauf Klugham in Richtung Asbach, vor der Rauschinger Brücke sowie im Bereich der Simbacher Eisenbahnbrücke. Dies Maßnahmen zur Eindämmung der Verbreitung von Neophyten ist verpflichtend und mit dem Naturschutz abgestimmt.

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