Obertaufkirchens Eltern hätten gerne neuen Spielplatz

Soll eingezäunt werden, der Spielplatz an der Jakob-Engl-Straße.
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Soll eingezäunt werden, der Spielplatz an der Jakob-Engl-Straße.

Auffallend viele Zuhörer kamen zur jüngsten Gemeinderatssitzung in Obertaufkirchen. Es waren in der Hauptsache Eltern um Christina Hacker aus Obertaufkirchen. Sie hatte den Antrag gestellt, einen zentralen, eingezäunten Spielplatz im Ort zu schaffen. Als Begründung verwies sie auf die abgelegene Lage der bestehenden Spielplätze.

Von Nicole Sutherland

Obertaufkirchen – Vorgeschlagen wurde daher, als möglicher Standort, der Bereich des bestehenden Bolzplatzes am Sportgelände im Ortsteil Straß.

Bürgermeister Franz Ehgartner (Heimattreue Obertaufkirchen) stellte in seinem Sachvortrag den Spielplatz in Wimpasing in Ampfing als besonders perfektes Beispiel für einen Kinderspielplatz vor. Nur käme ein solcher Spielplatz auf rund 300 000 Euro. „Das ist nicht die Liga der Gemeinde Obertaufkirchen,“ sagte er.

Gemeinde hat bereits zwei Spielplätze

Zwei Spielplätze existieren bereits, einer an der Jakob-Engl-Straße und einer an der Lindenstraße. Dieser liegt versteckt, was den Vorteil hat, dass dort keine gefährlichen Straßen sind. Der Spielplatz an der Jakob-Engl-Straße wurde bewusst offengelassen, könnte aber eingezäunt werden.

Es sind bereits 80 000 Euro in Spielplätze investiert worden. Sie würden gepflegt und Fehlerhaftes ausgetauscht. Die Gemeinde unterstützt außerdem das geplante Spielplatzprojekt am Schulgelände mit 10 000 Euro und mit Leistungen des Bauhofs.

Bolzplatz zum Spielen nicht geeignet

Der vorgeschlagene Bolzplatz ist nach Meinung von Bürgermeister Ehgartner nicht so geeignet, weil sich hier die Kinder zum Fußballspielen treffen. Eine Alternative für einen neuen Spielplatz wäre der Platz zwischen Sportgaststätte und Tennisplätzen, mit Unterstützung vom TSV. Der Standort hätte mehrere Vorteile: Er ist komplett eingezäunt, gut gelegen und eine Aufwertung für den Sportverein. Ebenso sei er eine Aufwertung für den Biergarten. Während die Erwachsenen dort sitzen, können die Kinder sich bewegen.

In der anschließenden Diskussion sprach Gemeinderat Michael Wimmer (Einigkeit Oberornau) sich für die Errichtung eines Zaunes an der Jakob-Engl-Straße aus. Peter Hartinger (CSU) war der Meinung, die vorhandenen Spielplätze sollten aufgewertet werden. Erich Jungwirth (Heimattreue Obertaufkirchen) fand die Lösung zwischen Sportgaststätte und Tennisplatz sollte weiterverfolgt werden. Georg Thalmeier (CSU) fragte nach, wer die Spielplätze pflegt und mäht und merkte an, dass man für 10 bis 15 000 Euro schon gute Geräte bekommt.

Eltern sollen mit einbezogen werden

Bürgermeister Franz Ehgartner bezog die Eltern im Zuhörerbereich mit ein. Er fragte sie, ob sie bereit wären, sich einzubringen. Bei der Auswahl der Spielgeräte, zum Beispiel, wäre ihr Rat gefragt. Die Eltern nickten.

Der Gemeinderat kam überein, den Spielplatz an der Jakob-Engl-Straße einzuzäunen. Die Spielplätze an Jakob-Engl-Straße und Lindenstraße sollen in Zusammenarbeit mit den Eltern aufgewertet werden. Bürgermeister Ehgartner wurde beauftragt, zur Reaktivierung, oder Neueinrichtung eines Spielplatzes am Sportgelände mit den Vertretern des TSV Obertaufkirchen Kontakt aufzunehmen. Der Beschluss war einstimmig.

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