Bahn-Infocenter für 600.000 Euro

Besucher bekommen fast alle Infos über den Bahnausbau zwischen München und Mühldorf

Noch eine Baustelle:Der graue Containerbau beherbergt ab Mitte November das Info-Center der Bahn. hon
  • Markus Honervogt
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Ab Mitte November will die Bahn in Mühldorf über den Fortschritt des Ausbaus der Bahnstrecke von München über Mühldorf nach Freilassing informieren. Derzeit laufen noch die Arbeiten an dem Containerbau vor dem Mühldorferbahnhof.

Mühldorf – 20 Container verbaut die Bahn am Mühldorfer Bahnhof, um einen Veranstaltungs- und einen Ausstellungsraum zu schaffen, in dem alle Infos zum Bahnausbau gesammelt werden. In ihm soll an 13 sogenannter Themeninseln über Fragen des Bahnausbaus informiert werden. Die Themen reichen von den Bodenverhältnissen über Schallschutz und Elektrifizierung bis zu Planung und Genehmigung.

Alexandra Pfleiderervor einer der Infotafeln in den noch nicht fertigen Räumen.

Eröffnung im November

Die ist derzeit noch ein Stück entfernt, machte Bahnsprecher Franz Lindemair bei der Vorstellung des Info-Centers deutlich. Nach derzeitigem Stand will die Bahn die Unterlagen für das Planfeststellungsverfahren im nächsten Jahr einreichen. Abhängig von der Zahl der Einwände und der Klärung strittiger Fragen kann es dann zwei bis drei Jahre dauern, bevor mit dem Planfeststellungsbeschluss Baurecht geschaffen wird.

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Einer der kritischen Punkte des Genehmigungsverfahrens wird die Durchfahrt Dorfens sein. Während die Bahn die heutige Trasse bevorzugt, wollen die Dorfener die Strecke in den Hang und in eine Versenkung umlegen. Lindemair betont, dass zum derzeitigen Zeitpunkt noch nichts über vorgesehene Lärmschutzmaßnahmen gesagt werden könne, da die Planung noch nicht so weit sei.

Die musste in manchen Bereichen überarbeitet werden, weil erst im vergangenen Jahr die Entscheidung fiel, die Strecke bis Tempo 100 auszubauen.

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Wie sich Lärmschutz, Flüsterbremsen und leisere Räder auf den Verkehr auswirken, auch darüber können sich Besucher des Info-Centers informieren. Mit einer sogenannten Virtual Reality-Brille können Besucher virtuell an die Strecke gehen und die Auswirkung verschiedener Lärmschutzmaßnahmen testen, berichtet Alexandra Pfleiderer, die für die Öffentlichkeitsarbeit auf der Ausbaustrecke zuständig ist.

Bahn investiert 600.000 Euro

Sie verspricht den Besuchern neben den Infotafeln auch Schaustücke zum Anfassen: Schienen, Flüsterbremsen oder das Innenleben einer Lärmschutzwand werden ausgestellt.

Die Kosten für das Info-Center belaufen sich laut Sprecher Lindemair auf 600.000 Euro.

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Es öffnet am Samstag, 16. November, mit einem Tag der offenen Tür. Danach ist es donnerstags von 14 bis 19 Uhr geöffnet. Auf Anfrage sind auch außerhalb dieser Zeit Führungen möglich. 

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