Zukunftsforum bringt keine Änderung

Aspertsham - Nach einem Abendgottesdienst in der Pfarrkirche St. Johannes zeigte sich in der Pfarrversammlung die Verbundenheit der Gläubigen: Fast die Hälfte der Pfarrangehörigen nahm an der Versammlung teil. Lob, aber auch Kritik und Anregungen kamen aus dem Kummerkasten.

Pfarrer Paul Janßen ging auf das "Zukunftsforum" ein, das in der Erzdiözese vor einem Jahr mit Bischof Reinhard Mars ins Leben gerufen wurde. Problem: Bei der jährlichen Neubesetzung in der Erzdiözese blieben zehn bis 15 Pfarreien oder Pfarrverbände ohne Pfarrer. Laut Marx sei es wichtig für die Zukunft, dass längerfristig gepflanzt und strukturiert werde.

Im Pfarrverband Schönberg, so Janßen, soll sich nach dem derzeitigen Entwurf nichts Wesentliches ändern, seine Struktur und Größe erhalten bleiben. Auch der bewährte Turnus von Messen und Wortgottesdiensten, der in allen Pfarreien im Pfarrverband eine gerechte Verteilung vorsieht, bliebe erhalten.

Vielfältig mit Lob und Anregungen waren die Anliegen im Kummerkasten. Den Antrag auf einen jährlichen Altennachmittag nahm der Pfarrgemeinderat zur Kenntnis. Dagegen sprach sich nur Franz Bauer aus. Bemängelt wurde, dass die telefonische Abfrage der Gottesdienstordnung nicht immer dem neuesten Stand entspricht. Eine Kirchenbesucherin bemängelte am Silvestergottesdienst zu viel Chorgesang. Pfarrer Janßen war aber der Meinung: "Wir können froh sein, dass wir wieder einen guten Organisten haben."

Als Problem wurde die Kirchenlüftung angesprochen. Dank kam aus dem Kummerkasten für die Restaurierung und den Erhalt der über 200 Jahre alten Silberkerzen und für den Blumenschmuck in der Kirche von der Familie Lächele.

Baum zum Andenken an Adolf Lächele

Als bleibende Erinnerung soll für den verstorbenen Adolf Lächele, der viel für die Kirche geleistet hat, ein Baum gepflanzt werden. Um das Pfarrfest besser vorzubereiten, soll es am Sonntag nach dem Johannestag abgehalten werden. Sorgen für die Zukunft bereiten Pfarrer Janßen die wenigen Geburten in der Pfarrei. Optimistisch stimmen ihn jedoch der starke Kirchenbesuch und die große Teilnahme an der Pfarrversammlung. Für den Erwerb des Kramer-Anwesens, das jetzt das Dorfzentrum darstellt, bedankte sich Janßen bei Bürgermeister Alfred Lantenhammer.

Kirchenpfleger Helmut Esterl zog Bilanz über die wirtschaftliche Lage und die Tätigkeiten der Kirchenverwaltung. So wurden neue Gotteslobbücher angeschafft. Die Schäden an der Friedhofsmauer sollen in Eigenleistung ausgebessert werden. Ein Spender hat die Kosten für den Altarraum übernommen. Der Einbau einer Lüftung in die Kirchentüre und Fenster soll das Problem mit der Feuchtigkeit in der Kirche lösen. In Aspertsham soll der Schlag die Uhren überprüft und eingestellt werden. In ihrer Rückschau auf das rege Leben in der Pfarrei erinnerte die Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, Otti Reiter, an Seniorentag, Sternsingen, Muttertagsverkauf, Vorträgen, Nachprimiz und Pfarrgemeinderatssitzungen. Feststehende Termine für Maiandachten sind der 1. Mai an der Grotte und am Muttertag in Irl. Wer an seiner Kapelle eine Maiandacht abhalten möchte, soll sich bei Otto Reiter anmelden.

Nachprimiz am 19. Juli in Oberbergkirchen

Der Priesteramtskandidat Diakon Stefan Fischbacher bedankte sich für die freundliche Aufnahme im Pfarrverband, lud die Anwesenden zu seiner Priesterweihe am 27. Juni in Freising , zur Primiz am 5. Juli in Pang und zur Nachprimiz am 19. Juli in Oberbergkirchen ein.

Parkplätze auf dem Kramer-Anwesen

Für das Zusammenleben im ländlichen Bereich nannte Bürgermeister Alfred Lantenhammer neben der politischen Gemeinde die Kirche als Ausgangspunkt. Damit sich die Kirche erweitern könne und das kirchliche Leben nicht beeinträchtigt werde, hat die Gemeinde das angrenzende Kramer-Anwesen erworben. Auf dem Grundstück sollen Parkplätze und ein Zugang zur Kirche geschaffen werden.

Aufgelockert wurde der Abend mit dem Fotoquiz, zusammengestellt von den Ministranten, bei dem Balkone in der Pfarrei Aspertsham zu erraten waren. Einen Bilderbogen über "Eine Woche im Pfarrverband Schönberg", der den Eindruck vom Leben und Wirken in den fünf Pfarreien bildlich nachstellte, spannte Pfarrer Paul Janßen abschließend. Er stellte auch den Theologiestudenten Konstantin Bischof vor, der zur Zeit ein Praktikum im Pfarrverband absolviert. fma

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