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Zangberger Abwasser wird teurer

Gemeindearbeiter Thomas Heindl entnimmt eine Wasserprobe auf der „Baustelle Kläranlage“. Weil der Klärschlamm dort zuletzt mehr Feststoffe enthielt, wurde die Entsorgung teurer. Deshalb muss die Gemeinde die Gebühren erhöhen.
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Gemeindearbeiter Thomas Heindl entnimmt eine Wasserprobe auf der „Baustelle Kläranlage“. Weil der Klärschlamm dort zuletzt mehr Feststoffe enthielt, wurde die Entsorgung teurer. Deshalb muss die Gemeinde die Gebühren erhöhen.

Zangberg –Die Zangberger müssen sich auf höhere Abwassergebühren einstellen.

Das hat der Gemeinderat jetzt ohne große Diskussion und einstimmig beschlossen. Danach steigen die Zahlungen der Bürger für die Grundgebühr um 20 und für die Einleitungsgebühr um 30 Prozent.

Großen Handlungsspielraum hatte die Gemeinde nicht, wie Kämmerer Georg Obermaier klarmachte. Denn die Abwassergebühren müssen kostendeckend sein. Deshalb hatte die Gemeinde schon vor gut zwei Jahren an der Gebührenschraube gedreht, um die Kläranlage sanieren zu können. Damals ging es laut Obermaier um ein Defizit von 13 000 Euro.

Mehr Feststoffanteilgeht ins Geld

„Eine weitere Erhöhung war zunächst nicht gepant“, sagte Obermaier. Nach seinen Angaben ist inzwischen aber die Entsorgung des Klärschlamms wesentlich teurer geworden als geplant. „Die mit 15 000 Euro veranschlagte Klärschlammentsorgung wurde aufgrund eines unerwartet hohen Feststoffanteils und damit höherer Transportkosten nach Bad Füssing mit rund 75 000 Euro wesentlich teurer.“ Um trotzdem die Kosten für die Entsorgung decken zu können, muss die Gemeinde die Gebühren erhöhen.

Nach Angaben von Maximilian Marxbauer vom Bauamt, schwankt die Feststoffmasse. „Diesmal war sie überraschenderweise höher“, sagte er.

Laut Obermaier gab es mehrere Modelle, am Ende stimmte der Gemeinderat der Erhöhung der Grundgebühr um 20 Prozent und der Einleitungsgebühr um 30 Prozent zu. Damit ergibt sich bei Grundstücken, von denen sowohl Schmutzwasser als auch Niederschlagswasser eingeleitet wird, eine Einleitungsgebühr von 1,56 Euro je Kubikmeter Abwasser, bisher waren es 1,20 Euro.

Bei Grundstücken, von denen nur Schmutzwasser eingeleitet wird, beträgt die Gebühr künftig 1,39 Euro je Kubikmeter. Gleichzeitig erhöht die Grundgebühr auf einheitlich 60 Euro oder 53 Euro im Jahr, bisher lag sie bei 50 und 44 Euro. Die bisherige Höhe der Gebühr in verschiedenen Stufen entfällt nach Angaben von Bürgermeister Georg Auer. Sie richtete sich bislang nach der Menge des verbrauchten Wassers.

Familien zahlen etwa60 Euro mehr

Kämmerer Obermaier zeigte anhand einer Tabelle auf, dass die Gemeinde Zangberg trotz dieser beschlossenen, relativ hohen Erhöhung der Gebühren immer noch im Durchschnitt der umliegenden Gemeinden liegt.

Legt man einen Pro-KopfVerbrauch von etwa 35 Kubikmetern im Jahr zugrunde, zahlt eine vierköpfige Familie, die Niederschlags- und Schmutzwasser einleitet, künftig durchschnittlich etwa 280 Euro im Jahr. Bisher waren es gut 220 Euro.

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