Alte Gartenweisheiten neu entdeckt

Was Opa wusste

Egglkofen - Der Einladung vom Verein für Gartenbau und Landespflege Egglkofen kamen zahlreiche interessierte Besucher nach. Sie bekamen einen Einblick über den Gartenbau von früher.

Der Vortrag begann bei den Vorfahren, die ihre Pflanzen meist im Einklang mit der Natur pflegten. Aussaat und Pflanzzeit hätten sich nach phänologischen Beobachtungen ergeben, erklärte Referent Schrögmeier. Man habe demnach genau gewusst: Wenn die Palmkätzchen blühten, konnte man mit der Aussaat von Rettich und Radieschen, Spinat und Möhren beginnen.

Empfindliches Saatsgut sei zu Großvaters Zeiten im Kamillentee gebadet und dann sofort ausgesät worden. Warum? Um vielen Pilzkrankheiten vorzubeugen. Das Saatgut wurde damals auch noch meist selbst erzeugt.

Heute werden laut Referenten alle Arten von Gemüse in den Universitäten gezüchtet, allein bei den Tomaten gebe es 3500 verschieden Sorten.

Bienen seien in unserem Naturkreislauf unverzichtbar. So sollte jeder Gartenbesitzer blühende Pflanzen im Garen haben. Als wahren Bienenmagneten bezeichnete Schrögmeier das Herzgespann und Basilikum (African Blue).

Ein Garten der viele Vögel beheimate, habe weit weniger mit Schädlingen zu kämpfen: Meisen benötigen die Blattläuse um ihre Jungen zu füttern, Amsel wiederum würden Schneckeneier bevorzugen.

Man muss nicht alles kaufen, denn auch flüssiger Gartendünger ließe sich durch einen Kompost herstellen. re

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