Vorstand Franz Kriegl kündigt für nächstes Jahr Rückzug an

KSK will um Neubürger gewinnen

Oberbergkirchen - Die Krieger- und Soldatenkameradschaft Oberbergkirchen zählt mit ihren Aktivitäten zu einem festen Bestandteil des Oberbergkirchener Vereinslebens, dies zeigten die vorgetragenen Tätigkeitsberichte. Vorstand Franz Kriegl kündigte seinen Rückzug an und wird im nächsten Jahr bei den Neuwahlen nicht mehr als Vorstand zur Verfügung stehen.

"20 Jahre Vorstand und 15 Jahre Stellvertreter reichen", sagte Kriegl bei der Jahreshauptversammlung am Volkstrauertag im Schützenheim.

Der Tätigkeitsbericht von Vorstand Franz Kriegl wies im vergangenem Jahr wieder ein reges Vereinsleben auf. Der Verein hat 111 Mitglieder, davon sechs Kriegsteilnehmer, 76 Reservisten und 29 passive Mitglieder.

Es wurde verschiedenen Vereinsmitgliedern zu runden Geburtstagen gratuliert, Vorstandssitzungen und Sitzungen für das Dorffest wurden abgehalten. Besuche von Starkbierfesten und Christbaumversteigerungen der Orts- und Nachbarvereine hätten stattgefunden. Auch bei Beerdigungen oder kirchlichen Anlässen war die KSK mit der Fahnenabordnung präsent, der Volkstrauertag wurde organisiert. Eine wichtige Aufgabe des Vereins sei auch, so Kriegl, die jährliche Kriegsgräbersammlung. Als Höhepunkt nannte er das Maibaumaufstellen und das Dorffest, beim dem der Verein das Wettpflügen ausgerichtet hat.

Kriegl berichtete auch von der Kriegsgräberfahrt des KSK Kreisverbandes nach Krakau in Polen und von der Eröffnung der Geschichtstage "Leben im Krieg - Landkreis Mühldorf im Ersten Weltkrieg" in der Aula der Berufsschule Mühldorf.

Reservistenbetreuer Johann Misthilger berichtete von der Teilnahme am Schafkopfturnier des Kreisverbandes in Setten, vom Hufeisenturnier mit "Italienischer Nacht" in Salmanskirchen. Am Hallenfußballturnier der KSK Waldkraiburg wurde aus Altersgründen nicht teilgenommen. In seinem Kassenbericht gab Erich Marx an, dass durch den kleinen Gewinn aus Dorffest und Christbaumversteigerung sich der Kassenstand, trotz der Ausgaben für Vereinskleidung, geringfügig erhöht habe.

Sorgen bereiten dem Vorstand die immer schwieriger werdende Aufnahme von Mitgliedern in den Verein. Es sollen nun Neubürger beworben werden. Bislang hatte sich der Nachwuchs aus den Reihen der Reservisten rekrutiert.

Für die große Tafel mit den Teilnehmern vom Ersten Weltkrieg wird ein geeigneter Unterstellraum gesucht. Es stellte sich die Frage, ob sie künftig in der Kirche oder im Pfarrhof ausgehängt wird. Von einer Unterbringung in der Bruder-Konrad-Kapelle wurde wegen Feuchtigkeit abgesehen.

Einer Verlegung der Versammlung auf den Volkstrauertag-Vormittag nach der Ehrung am Kriegerdenkmal wurde nicht zugestimmt. Kriegl blätterte in den Geschichtsbüchern der Gemeinde und machte einen Streifzug durch den Ersten Weltkrieg.

Zum Ende der Versammlung gab Franz Kriegl noch Termine bekannt. Besucht wurden die Christbaumversteigerungen der Ortsvereine am 5., 6., 14. und 23. Dezember. Im Juni findet das Gründungsfest der Schützen statt und am 2. August wird das Dorffest durchgeführt. Die Kriegsgräberfahrt geht vom 9. bis 13. September nach Hürtgenwald in die Eifel. Eine Bilderpräsentation über die vergangene Kriegsgräberfahrt nach Krakau in Polen zeigte Hans Mannseicher aus Zangberg. fma

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