Das Werk der Zimmerer

Reich dekorierte Häuser deuteten auf Wohlstand hin. Im Freilichtmuseum Massing gibt es diese verzierten Bauernhäuser zu sehen.
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Reich dekorierte Häuser deuteten auf Wohlstand hin. Im Freilichtmuseum Massing gibt es diese verzierten Bauernhäuser zu sehen.

Massing –. Ein reich dekoriertes Haus deutete auch früher stets auf den Wohlstand seiner Bewohner hin: Bauholz hatte der Bauer selbst in seinem Wald, aber die aufwendige Handarbeit der Zimmerleute musste man sich leisten können.

Eindrucksvolle Beispiele dafür sind auf den Bauernhöfen im Freilichtmuseum Massing zu sehen. Wer sich für die verschiedenen Bauweisen interessiert, kann dort an der sogenannten Holzführung teilnehmen. Unter dem Titel „Schwalbenschwanz und Gänsehals“ erklärt Museumspädagogin Roswitha Klingshirn, wie die Menschen um die Jahre 1780 oder 1800 ein Blockhaus bauten, worin es sich von einem Ständerbohlenbau unterscheidet, welche Bauweise sich für welchen Zweck am besten eignet und wie sich die Methoden im Laufe der Zeit weiterentwickelten.

Den aktuellen Gegebenheiten entsprechend werden sich die Teilnehmer vorrangig im Freigelände und wenig in den Höfen und Innenräumen bewegen. Außerdem werden die Besucher gebeten, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen und den Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten. Einzelbesucher können sich für Samstag, 4. Juli, um 14 Uhr zur „Holzführung“ anmelden. Auch für Familien und Gruppen ist es möglich, eine Tour zu buchen – per E-Mail unter buchungen.massing@freilichtmuseum.de oder telefonisch unter 0 87 24/9 60 30. Die Führung dauert etwa eine Stunde und kostet zuzüglich zum Eintritt zwei Euro pro Person.

Da sich die Teilnehmer größtenteils unter freiem Himmel aufhalten, sollten sie ihre Kleidung der jeweiligen Witterung anpassen.

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