Wenn Erinnerungen erzählbar werden: Biographische Schreibklasse hielt diesmal Lesestunde

Wenn die Schreibklasse zur Erzählklasse wird: Neue alte Geschichten präsentierte die Schreibklasse mit Lehrerin Finauer (vorne rechts) im Schulmuseum. Jaensch
+
Wenn die Schreibklasse zur Erzählklasse wird: Neue alte Geschichten präsentierte die Schreibklasse mit Lehrerin Finauer (vorne rechts) im Schulmuseum. Jaensch

Hobby-Biographen haben Kindheitserinnerungen aufgeschrieben: Autoren drücken im Neumarkt-St. Veiter Schulmuseum noch einmal die Schulbank und berichten über ihre Schulzeit.

Neumarkt-St. Veit – Biografie-Trainerin Inge Finauer leitet die biographischen Schreibgruppen des Katholischen Kreisbildungswerkes in Mühldorf. Einmal im Jahr bekommen ihre „Schüler“ Gelegenheit, ihre Erlebnisse vor größerem Publikum zu Gehör zu bringen. Und das geschah am Donnerstag wieder im Neumarkt-St. Veiter Schulmuseum. Was könnte sich besser als Kulisse für derlei Veranstaltungen anbieten“, wie Museumsleiterin Maria Huber bei der Begrüßung vorausschickte.

+++ Tipp der Redaktion: Kennen Sie schon unseren kostenlosen Feierabend-Newsletter? Die Top-Themen der Region um 17 Uhr per E-Mail – sauber ausrecherchiert und aufgeschrieben von Ihrer OVB-Redaktion. Jetzt Newsletter ausprobieren! +++

Inge Finauer hatte als Themen vorgegeben: „Unsere Lehrer/innen“ und „Lernen für das Leben“. Und über diese Themen hatten die biografischen Schreiber die wohl lustigsten, aber auch spannendsten und sogar lehrreichen Geschichten anzubieten. Die Schreiber, zwischen 50 und 85 Jahre alt, stellten Vieles dar, was früher anders war. Wie etwa Hanni Reichls Geschichte: „Früher war alles ganz anders“, oder ihre Aufzählung der „Schulstrafen“.

Ernst Müller unterhielt köstlich mit seinen Erzählungen über „Lehrer Wamperl“, seinen „Schwammerl-Nachbar“ und den „Guglhupf“. Alles selbst erlebte Geschehnisse, die auch Elisabeth Zeitler mit „Ordnung ist das halbe Leben“, „Vom Lesen verhext“, mit „Das vergesse ich bestimmt nicht“ und „Talentlos glücklich“ amüsant darbrachte.

Das könnte Sie auch interessieren: „Das Leben ist wie eine Truhe“

Die übrigen Autoren, etwa Regina Gattersteig mit „Eselsbrücken“, Inge Finauer mit „Protokoll einer Lateinstunde“, Gisela Böhme über ihren „Musiklehrer“ und Gertraud Bruckmaiers „Schläge für mein Leben“ riefen Erlebtes auf unterhaltsame Weise in Erinnerung. 99 dieser Geschichten sind in dem Buch „Gelebtes Leben“ zusammengefasst, das zum Verkauf angeboten wird.

Es war auch für interessierte Zuhörer ein vergnüglicher Nachmittag, der einigen Erlebtes in Erinnerung rief oder andere zum Staunen brachte, weil sie erfuhren, was es vor 50 und mehr Jahren wirklich gegeben hat, und was nicht.

Kommentare