Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Im Zuge der Stadtplatzsanierung

Weniger Parkplätze als versprochen? Auch Dauerparker sorgen für Unmut in Neumarkt

Kaum eine Stelle an der Westseite des Stadtplatzes, die nicht abgesperrt ist: Tiefbaumaßnahmen und archäologische Arbeiten sind in vollem Gange, darunter leidet die Zahl der verfügbaren Parkplätze.
+
Kaum eine Stelle an der Westseite des Stadtplatzes, die nicht abgesperrt ist: Tiefbaumaßnahmen und archäologische Arbeiten sind in vollem Gange, darunter leidet die Zahl der verfügbaren Parkplätze.
  • Josef Enzinger
    VonJosef Enzinger
    schließen

Nahezu die komplette Westseite des Neumarkter Stadtplatzes ist eine Baustelle. Nur wenige Stellplätze stehen auf dieser Seite zur Verfügung. Insgesamt zu wenige, findet Metzgermeister Karl Korn, weil viele Stellflächen zuletzt auch ganztags belegt waren. So reagiert die Stadt auf die Kritik

Neumarkt-St. Veit – Nahezu die komplette Westseite des Neumarkter Stadtplatzes ist derzeit eine Baustelle. Nur wenige Stellplätze stehen auf dieser Seite zur Verfügung, auf denen Kunden der Neumarkter Geschäfte noch parken können. Mittwochmittag waren es gerade mal sieben Stück, der Rest ist entweder gesperrt, weil archäologische Arbeiten durchgeführt werden oder weil die Bauarbeiten weiter voranschreiten.

Archäologen und Handwerker belegen die Parkplätze

Ein Umstand, mit dem Metzgermeister Karl Korn zwar im Zuge der Stadtplatzsanierung gerechnet hatte. Was ihn allerdings stört: „Uns wurde versprochen, dass höchstens ein Drittel aller Parkplätze wegen der Stadtplatzsanierung wegfällt. Umso ärgerlicher ist es, wenn Archäologen und Handwerker die noch verbliebenen Parkplätze den ganzen Tag über belegen.“

Erstes Baufeld zwei Wochen später fertig

Da der Kombi der Pflasterer, dort der Anhänger der Archäologen, zwischendrin Baustellenfahrzeuge, die ihr Recht auf einen Parkplatz mit einem entsprechenden Schildchen hinter der Windschutzscheibe geltend machen. „Das geht so nicht. Klar kann man sagen, dass es sich jeweils lediglich um einen Stellplatz handelt. Doch dieser ist eben den ganzen Tag über blockiert. Ein solcher Parkplatz wird sonst aber von mehreren Kunden genutzt.“

Mehrmals bei der Stadt vorgesprochen

Mehrmals habe er deswegen schon bei der Stadt vorgesprochen, er habe auch Unterstützung von Bäckermeister und Zweitem Bürgermeister Egbert Windhager erhalten. „Aber geändert hat sich nichts“, sagt Korn, der mit Blick auf die Baustellen und die Arbeit der Archäologen befürchtet, dass sich die Baumaßnahmen verzögern könnten.

Stadt hat Problem bereits mit den betroffenen Firmen erörtert

Seitens der Stadt habe man aber reagiert, informiert Bürgermeister Erwin Baumgartner: Die Stadt habe die Parkplatzsituation im Jour-Fixe am Mittwoch bereits mit den Baufirmen besprochen. „Es wurde uns reflektiert, dass dies schon Wirkung gezeigt hat!“

Aktuell auch keine Verzögerungen, wie von Korn befürchtet

Wie Baumgartner außerdem mitteilt, gibt es aktuell keine Verzögerungen. Der Bürgermeister erklärt zur Mutmaßung Korns, dass laut Bauzeitenplan das erste Baufeld eigentlich Mitte Oktober fertig sein sollte. „Da um zwei Wochen später begonnen wurde, wird es jetzt wohl Ende Oktober werden!“ Wie das Ganze am Ende aussehen soll, davon kann man sich vor der Gärtnerei Lächele überzeugen, wo schon erste Granitplatten verlegt wurden.

Auch interessant: Handwerkskammer-Chef schildert schon im Mai üble Materialkrise: „Teilweise fehlt es sogar an Kübeln für Farbe“

Keine Engpässe bei der Materiallieferung

Beim Leitungsbau gebe es laut Baumgartner derzeit kleine Verzögerungen, die allerdings im nächsten Abschnitt (Nord-West) ausgeglichen werden sollen. Sollten weitere eintreten, liege es im Verantwortungsbereich der Baufirmen, diese auszugleichen. Doch im Moment sei damit nicht zu rechnen.

Denkmalpflegerische Sicherung nur noch bis Freitag

Nach Kenntnis von Baumgartner seien die an der Sanierung beteiligten Firmen auch nicht von Lieferengpässen von Baumaterialien betroffen, wie sie bereits landläufig von Handwerkern und Baufirmen beklagt werden. „Unsere Firmen haben mit rechtzeitigen Bestellungen und Auftragsvergaben hier Vorsorge getroffen.“ Und zu den archäologischen Untersuchungen sagt er: „Die denkmalpflegerische Sicherung sollte bis zum Freitag abgeschlossen sein!“

Korn spart aber auch nicht mit Lob

Bei aller von ihm geäußerten Kritik: Er sei kein Gegner der Maßnahmen auf dem Stadtplatz, betont Karl Korn. Im Gegenteil. Er lobt die Baufirmen, die er als sehr kompetent und kommunikativ beschreibt. „Die Baufirma tut alles, um die Wege zu den Geschäften freizuhalten “, nennt Korn nur ein Beispiel.

Stellvertretender Bauhofleiter hat offenes Ohr

Auch der stellvertretende Bauhofleiter Thomas Voglsamer, der stets vor Ort sei und ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte der Stadtplatzbewohner habe, bekommt von Korn ein gutes Zeugnis ausgestellt. Voglsamers Einsatz zeigt sich aktuell im Bemühen um eine Beleuchtung. Bis die neue Beleuchtung angebracht werden kann, müssen die Neumarkter mit einem Provisorium auskommen. Voglsamer hat diese provisorische Beleuchtung noch um einige Strahler erweitert, um ganz sicher für die ausreichende Ausleuchtung am Stadtplatz zu sorgen, wie die Stadt auf ihrer Internetseite mitteilt.

Artikel rund um die Stadtplatzsanierung finden Sie auch auf unserer Themenseite.

Wie es in der Dokumentation der Stadt zur Stadtplatzsanierung heißt, waren in der zweiten Septemberwoche zeitweise fünf Baufirmen am Stadtplatz tätig. Tiefbauarbeiten seien im Auftrag der Telekom durchgeführt worden. Leitungen wurden tiefergelegt und Schächte angepasst beziehungsweise abgebrochen. Auf der Seite der Raiffeisenbank wurden Wasser und Kanal verlegt, auch einige ausstehende Wasser-Hausanschlüsse wurden hergestellt.

Kommentare