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Lagerhaus rückt näher

Weg frei für Raiffeisen-Lagerhaus: Neumarkts Stadträte beklagen aber Querung des Radweges

Grundsätzlich hatte der Stadtrat keine Einwände gegen die Planungen. Diskussionen gab es, weil die neue Einfahrt in der Verlängerung der Kreisstraße MÜ6 den bestehenden Radweg kreuzt.
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Grundsätzlich hatte der Stadtrat keine Einwände gegen die Planungen. Diskussionen gab es, weil die neue Einfahrt in der Verlängerung der Kreisstraße MÜ6 den bestehenden Radweg kreuzt.
  • Peter Becker
    VonPeter Becker
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Der Neumarkter Bauausschuss sprach sich für den Bau des Raiffeisen-Lagerhauses an der Staatsstraße 2086 in Richtung Lohkirchen aus. Mit je einer Gegenstimme passierte die Änderung des Flächennutzungs- und Landschaftsplans den Ausschuss ebenso wie die Aufstellung des Bebauungs- und Grünordnungsplans.

Neumarkt-St. Veit – Damit ist ein weiterer Schritt für den Bau des Landwirtschaftslagers westlich des Kreisverkehrs der B 299 getan. Neben zwei 28 Meter hohen Silogebäuden sollen mehrere kleinere Gebäude gebaut werden, auf denen nach Möglichkeit Photovoltaikanlagen installiert werden sollen – sofern sie den Verkehr nicht beeinträchtigen.

Anwohner sorgen sich wegen Starkregens

Das bereits im März zum ersten Mal vorgestellte Vorhaben der Raiffeisenbank Neumarkt St. Veit-Reischach in Furth hat damit eine weitere große Hürde genommen. Stadtverwaltung und Planer befanden sich seit Ende April im engen Austausch mit der Regierung von Oberbayern, verschiedenen Stellen des Landratsamtes, dem Landesdenkmalamt, dem Bauamt in Rosenheim, dem Bund Naturschutz und dem Wasserwirtschaftsamt in Rosenheim.

Traktoren kreuzen Radweg

Dabei wurden auch Bedenken vorgebracht. So war beispielsweise die Einfahrt, durch die Traktoren später auf das Gelände kommen, ein größerer Diskussionspunkt. Nicht nur, weil sich die Einfahrt in etwa gegenüber der von Gumattenkirchen einmündenden Kreisstraße befindet. Sondern auch, weil sie den Radweg kreuzt.

Neubauten sind von Flutmulden eingefasst

Weitere Verfahrensbeteiligte hatten sich entweder gar nicht geäußert, nur geringfügige Anmerkungen oder stehen dem Vorhaben positiv gegenüber. Allerdings gab es bei der ersten öffentlichen Auslegung der Pläne von Ende April bis Ende Mai auch eine Stellungnahme von Anwohnern. In dieser wurde darauf hingewiesen, dass sich nach Starkregenereignissen schon jetzt in den Rottwiesen Seen bildeten. Landschaftsarchitekt Dieter Spörl möchte der Situation nach den derzeitigen Planungen durch Ableitung von Regenwässern direkt in die Rott begegnen. Zudem werden die Neubauten nördlich der Staatsstraße auf einer Böschung errichtet, die von Flutmulden eingefasst wird.

Auch interessant: Millionenschweres „Zuckerl für Neumarkt-St. Veit“ – Bank stellt Pläne für Raiffeisenlagerhaus vor

Nachfragen von den Mitgliedern des Bau- und Umweltausschusses gab es besonders wegen der Einfahrt, die auch den Radweg an der Ampfinger Straße kreuzen soll. So wollte Stadtrat Christian Perau (UWG) wissen, weshalb diese versetzt zur Einmündung der Kreisstraße von Gumattenkirchen geplant würde.

„Verlängerung der Kreisstraße“ wird als problematisch angesehen

Da es an der Stelle schon Unfälle gegeben habe, hielt er es für sinnvoll, diese vielmehr als Verlängerung der Kreisstraße anzulegen. „Davon haben die Fachleute explizit abgeraten“, erklärte Christian Weinzierl vom Ingenieurbüro aus Bad Griesbach. Vielmehr soll eine geplante Bepflanzung den Autofahrern das klare Ende der Kreisstraße verdeutlichen. Grünen-Stadtrat Thomas Döring hatte bereits in einer früheren Sitzung die Errichtung eines Kreisverkehrs vorgeschlagen.

Stoßverkehr zur Erntezeit befürchtet

Diskutiert wurde aber auch über den viel befahrenen Radweg. So befürchten neben Perau auch Ludwig Spirkl (SPD), Monika Eisenreich (UWG) und Georg Wimmer (CSU), dass es besonders in der Erntezeit zu Problemen zwischen den ankommenden Traktoren und den bevorrechtigten Radfahrern kommen könnte.

CSU-Stadträtin fühlt sich übergangen

Tatsächlich ist in dieser Zeit mit 30 Fahrzeugen pro Stunde zu rechnen, wie es dazu in der Sitzung hieß. Spezielle Vorkehrungen hält Dieter Spörl dennoch wegen der Übersichtlichkeit des Geländes nicht für notwendig.

Von Roennebeck hätte sich anderen Standort gewünscht

Rosina Maria von Roennebeck (CSU), die gegen alle Beschlussvorschläge gestimmt hatte, erklärte im Gespräch mit den OVB-Heimatzeitungen, dass sie sich von der Stadtverwaltung übergangen fühlt: „Ich habe von dem Grundstückserwerb im Wirtshaus erfahren“, begründet die CSU-Stadträtin ihre Ablehnung. Sie hätte zudem einen anderen Standort bevorzugt. Sie befürchtet, dass der landwirtschaftliche Verkehr quer durch Neumarkt zunimmt.

Von Roennebeck hätte die Gewerbeansiedlung lieber in der Nähe des Bauhofes gesehen. Am Ende kritisierte sie: „Das ist jetzt schon das sechste Gewerbegebiet, das wir in kurzer Zeit aufmachen!“

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