AUS DEM GEMEINDERAT

Vorreiterrolle in Sachen E-Mobilität

Die Verwaltungsgemeinschaft Oberbergkirchen hat die Teilnahme am Projekt E-CarSharing Euregio-Interreg beschlossen. Es geht dabei um die Bereitstellung von Elektrofahrzeugen, die von der Allgemeinheit wie ein Mietauto genutzt werden können.

Oberbergkirchen – Die Teilnahme wird finanziell gefördert, sodass die Kosten für das oder die Fahrzeuge im Förderzeitraum nahezu vollständig gedeckt sind. Gemeinderatsmitglied Willi Kreck sah in dem E-Auto ein mögliches Ruftaxi, das mit ehrenamtlichen Fahrern arbeiten könnte. Das sei besonders wichtig, da in der Gemeinde so gut wie kein öffentlicher Nahverkehr existiert.

„Wenn man in Oberbergkirchen nicht mobil ist, ist man aufgeschmissen“, stieß Gemeinderat Wilhelm Haas ins selbe Horn. Man sollte hier eine Vorreiterrolle einnehmen, zumal durch die Förderung des Projekts kein finanzielles Risiko besteht.

Kreck ergänzte, dass es trotz der Kostenübernahme einen Verantwortlichen für das Auto geben müsse.

Gemeinderat Franz Hötzinger berichtete von schlechten Erfahrungen mit dem Elektrofahrzeug am Landratsamt Mühldorf. Es sei dort kaum genutzt worden.

Fahrzeuge sollen bis Ende 2017 kommen

Bürgermeister Michael Hausperger hingegen sah in dem Projekt eine große Chance für die E-Mobilität. Es sei wichtig, die Leute neugierig darauf zu machen. Wenn das Fahrzeug dann erst einmal da sei, wäre der größte Schritt zum ehrenamtlichen Fahrservice außerdem schon gemacht.

Bis zur Auslieferung der Fahrzeuge, die für Ende 2017 angedacht ist, sei auch noch viel Zeit, um das Projekt ordentlich durchzuplanen.

Der Bürgermeister führte weiter aus, dass im Zuwendungsantrag der Bedarf von zwei Autos gemeldet wurde. Eine Abnahmepflicht besteht noch nicht, die genaue Zahl muss erst Mitte des nächsten Jahres festgelegt werden. In Oberbergkirchen nahe des Rathauses könnte eine Ladesäule aufgestellt werden, an der zwei Fahrzeuge gleichzeitig „tanken“ können.

Zwei Autos zu wenig für die ganze VG?

Abschließend blieben nur noch Bedenken von Gemeinderat Michael Thaller, der es kritisch sah, dass sich die vier Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft ein beziehungsweise zwei Autos teilen sollen.

Auch das müsse noch ausgearbeitet werden, erwiderte dazu Bürgermeister Michael Hausperger.

Kommentare