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Konzert für gequälte Frauen

Vielseitiges Wohltätigkeitskonzert im Herzoglichen Kasten von Neumarkt-St.Veit

Herrlichen Gesang bot Magdalena Weindl, die von Organisatorin Sylvani Utami am Klavier begleitet wurde.
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Herrlichen Gesang bot Magdalena Weindl, die von Organisatorin Sylvani Utami am Klavier begleitet wurde.

Die Vilsbiburger Musikpädagogin und Pianistin Sylvani Utami engagiert sich seit fast 30 Jahren für SOS-Kinderdörfer und seit sechs Jahren für das Hospiz in Vilsbiburg. Sie organisiert Benefizkonzerte für deren Unterstützung. Im Herzoglichem Kasten sorgte sie für musikalischen Genuss und Spenden

Neumarkt-St. Veit – Der Erlös wurde diesmal für die Landshuter Frauenhäuser von AWO und Caritas gespendet. Die Lebensbedingungen in der Pandemie führen diese Einrichtungen zum Schutz der Frauen an den Rand der Leistungsfähigkeiten. Am Ende blieb den Künstlern der stolze Betrag von 400 Euro für die Spenden an die Frauenhäuser.

Marcel Reiter brachte schwerste Melodien locker und eingängig zu Gehör.

Den Anfang machte Initiatorin Sylvani Utami selbst, indem sie am Flügel den zweiten Satz aus Beethovens 8. Klaviersonate, der Pathetique, zum Vortrag brachte. Die diplomierte Pianistin eröffnete so in beeindruckender Form das Konzert. Gleich drei Lieder klassischer Komponisten trug Magdalena Weindl vor, die am Mozarteum Gesang studierte und dort Konzerte mitgestaltet.

„Das Waldgespräch“ aus Robert Schumanns Liederkreis opus 39 ist ein etwas schnelleres Lied, das vor allem an den Tonumfang von Magdalena Weindl hohe Ansprüche stellte. Diese meisterte die Sängerin dank ihres gewaltigen Stimmumfanges und ausgeprägter Gesangstechnik nahezu spielerisch.

Klare Töne durch perfekte Atemtechnik

Ihr großes Können aber offenbarte sie in den getragenen Weisen wie „Im Treibhaus“ von Richard Wagner und in Gustav Mahlers vertontem Gedicht von Friedrich Rückert: „Ich bin der Welt abhanden gekommen“.

Gabi Trost an der Klarinette zeigte, was in ihrem Instrument an Tönen steckt, wenn man es zu spielen weiß.

Mit ihrer perfekten Atemtechnik waren die langen Töne immer exakt und klar. Sylvani Utami am Flügel war zudem eine einfühlsame Begleiterin.

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Schwere, aber wohlklingende Melodien blies Marcel Reuter auf seiner Zugposaune. Nach dem Studium der Posaune in Düsseldorf war er Honorarlehrkraft für tiefes Blech. Später spielte er in hochklassigen Orchestern mit. Im Dezember 2012 kam er zum Polizeiorchester Bayern, wo er anfangs erster Posaunist war und nun die Bassposaune spielt. Die Romance von C.M. von Weber und die Cavatine von C. Saint-Saens waren perfekte „Zwiegespräche“ zwischen dem Flügel mit Sylvani Utami und seinen Posaunenmelodien. Die gefälligen Melodien aus der Posaune klangen angenehm in den tiefsten Tönen, aber auch die hohen Töne blies der Meister in geradezu virtuoser Fertigkeit.

Rasche Melodien und ausgefeilte Technik

Auch ein Holzblasinstrument kam bei diesem Konzert zum Vortrag. Gabi Trost an der Klarinette zauberte das Klarinettenkonzert Es-Dur von C.M. von Weber in den Saal. Beim ersten und zweiten Satz dieses Werkes zeigte die Meisterspielerin, was in ihrem Instrument an Tönen steckt, wenn man es zu spielen weiß.

Harry Bittner beim Vortrag der Appassionata. Er schaffte Beethovenstimmung im Saal.

Die Zuhörer erfreuten sich an den raschen Melodien und staunten über die ausgefeilte Technik der Spielerin. Am Flügel war ihr Harry Bittner ein gefühlvoller Begleiter. Das Duo ergänzte sich zu einem Klanggebilde, das die Ohren umschmeichelte.

Beethovenstimmung im Herzoglichen Kasten

Mit einem Solovortrag am Piano hatte das Konzert begonnen. Klavierlehrer Harry Bittner beendete es am Flügel mit dem Vortrag des zweiten und dritten Satzes aus der Beethovensonate Nr. 23 „Appassionata“. Auch er brachte mit den gewaltigen Akkorden und getragenen Melodien durch sein ausdrucksreiches Spielen eine wahre „Beethovenstimmung“ in den Saal des Herzoglichen Kastens.

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