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Viel Wohnraum „An der Birkenstraße“

Aktuell noch grüne Wiese, doch schon bald könnten durch drei Geschoßwohnungsbauten viel Wohnraum an der Birkenstraße entstehen. Außerdem stehen noch Grundstücke für Doppelhaushälften beziehungsweise Einzelhäuser zur Verfügung (im Plan mit orangenen Dächern gekennzeichnet). Inmitten dieses Baugebietes befindet sich ein Einzeldenkmal, das auch als „Fruhmanngütl“ bezeichnet wird (Bildmitte). Stadt Neumarkt-St. Veit

Im Norden das Autohaus, im Südwesten Geschosswohnungsbau und im Osten Einzel- und Doppelhäuser: So sieht der Entwurf des Bebauungsplanes „An der Birkenstraße“ in Neumarkt-St. Veit aus. Schon der Bau- und Umweltausschuss hatte eine Woche zuvor die möglichen Varianten diskutiert. Der Stadtrat hat nun die Auslegung beschlossen.

Neumarkt-St. Veit – „Völlig ausreichend, sauber gegliedert, eine gute Lösung, von allen Seiten Licht“, CSU-Stadtratsmitglied Ferdinand Rothkopf überschlug sich fast vor Lob für die Planung, den das Bauamt im Neumarkter Rathaus für das Baugebiet „An der Birkenstraße“ vorgelegt hatte. Drei Varianten hatte das Bauamt mit dem Planungsbüro Komplan erarbeitet und entsprechend visualisiert.

Der Bebauungsplan für das Mischgebiet wäre demnach in drei Abschnitte gegliedert: Im Norden mit dem Autohaus Bauer, im Osten Einzel- und Doppelhäuser und im Südwesten Geschosswohnungsbau. Für Letzteres lagen unterschiedliche Varianten vor, die bereits in der Woche zuvor der Bau- und Umweltausschuss der Stadt diskutiert hatte. Blöcke, dreigeschossig, mit viel Wohnraum in L-Form beziehungsweise als Einzelimmobilien, die sehr offen gestaltet sind. Diese Einzelanordnung war auch die Variante, die der Bauausschuss bereits gut geheißen hatte. Die L-Form wurde als zu massig beurteilt, wie Bürgermeister Erwin Baumgartner aus der Bauausschusssitzung mitteilte.

Wie es bei der Schilderung des Sachverhaltes hieß, füge sich der Geschosswohnungsbau gut in die bestehende Bebauung ein. Der Bau von Tiefgarage sei möglich. Als Dachform wären Pult-, Sattel- und Walmdach möglich. Sieben Parzellen sind für Doppelhaushälften beziehungsweise für Einzelhäuser vorgesehen. Großzügige Freiflächen werten das Mischgebiet auf.

Auf die Frage von Monika Eisenreich (UWG) nach der genauen Zahl der Wohnungen in den Geschosswohnungsbauten konnte Baumgartner keine Antwort geben. Das richte sich nach der Geschossfläche.

Ludwig Spirkl (SPD) war der Ansicht, dass der Passus mit der Tiefgarage nicht als „zulassen“ aufgeführt werden sollte, vielmehr sollte man dies als Forderung festhalten. Außerdem wollte er wissen, ob bei den Mehrfamilienhäusern ein Kinderspielplatz vorgesehen sei und dieser auch von anderen Kindern genutzt werden könne.

Spielplätze seien nicht ausgewiesen worden, erwiderte Baumgartner. Dies sei schließlich Sache des Investors. Und so könne er auch keine Angaben zur Nutzung eines Spielplatzes machen. „Die Kinder werden dann aber sicherlich keinen Chip bekommen, damit sie rein gehen können“, kommentierte Baumgartner Spirkls Befürchtung. Zur Tiefgarage meinte Baumgartner nüchtern, dass man an dem Passus nichts ändern müsse, denn wenn der Bauherr entsprechend viele Stellplätze vorzuweisen habe, dann müsse er zwangsläufig eine Tiefgarage errichten.

„Wir schaffen Einiges an Wohnfläche“, zeigte sich Michael Kulhanek (CSU) zufrieden mit der Planung. Die Verbindungsstrecke von Bahnhof- und Birkenstraße, daran hätten sich die Anwohner zwar zu gewöhnen. Er glaubt aber auch nicht, dass die Straße zum Rasen verleiten würde. Die Unterbrechungen zwischen den Geschoßwohnungsbauten bezeichnete er als gelungen.

Ulrich Geltinger (SPD) machte auf das Denkmal aufmerksam, das sogenannte Fruhmanngütl, ein Baunernhaus, das sich inmitten des Baugebietes befindet. Baumgartner meinte dazu, dass von diesem Bauernhaus kaum etwas mehr zu erkennen sei. Die Belange würden aber berücksichtigt, „spätestens dann, wenn das Denkmalamt bei der Behördenbeteiligung Stellung beziehen kann“.

Dr. Klaus Windhager fragte nach dem bisher unbeplanten Areal zwischen Bebauungsplan und Birkenstraße, Privatgrund, der unberücksichtigt geblieben ist. „Haben wir Einfluss auf die Planung auf diesen Streifen?“ Baumgartner: „Dort muss man sich an der vorhandenen Bebauung orientieren.“

Wie schon der Bauausschuss hat sich auch der Stadtrat einstimmig hinter die Planung gestellt. Gleichzeitig beschloss der Rat die Auslegung des Bebauungs- und Grünordnungsplanes.

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