Verschoben ist nicht aufgehoben: Vergaben für Asylwohnungen in Lohkirchen erst im Juli

Idyllisches Plätzchen am östlichen Ortseingang von Lohkirchen. Doch die Sanierung des Raiffeisengebäudes lässt weiter auf sich warten. Im Juli sollen die Vergaben erfolgen. Enzinger
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Die Sanierung des Raiffeisengebäudes in Lohkirchen lässt weiter auf sich warten. „Wir können nicht ausschreiben“, so Bürgermeister Schick. Der Grund dafür war Thema im Gemeinderat.

Lohkirchen – Um leer stehende Gebäude als Wohnraum für anerkannte Flüchtlinge zu nutzen, gibt es Förderprogramme, Gemeinden bei der Sanierung geeigneter leer stehender Gebäude mit Mitteln der Städtebauförderung finanzkräftig zu unterstützen.

Die Gemeinde Lohkirchen hat sich deswegen schon vor knapp vier Jahren dafür ausgesprochen, das ehemalige Raiffeisengebäude am östlichen Ortseingang zu sanieren und entsprechende Zuschüsse abzugreifen. Immer wieder waren seitdem Planungsvorschläge für das ehemalige Raiffeisengebäude Gegenstand der Sitzungen. Passiert ist bislang aber nichts. Doch die Gemeinde wird langsam ungeduldig. Um in den Genuss der höheren Kfw-Förderung zu gelangen, wurde in der Gemeinderatssitzung am 16. Januar 2020 beschlossen, mit der Ausschreibung der Bauarbeiten zu warten und die Ausschreibungen zu einem späteren Zeitpunkt durchzuführen.

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Das Planungsbüro Reichenspurner konnte aber die Unterlagen, obwohl dies zugesichert wurde, bis zur Sitzung im April nicht liefern. Als neue und letzte Frist wurde in dieser Sitzung dann der 12. Mai gesetzt. Wenn dann keine Unterlagen eintreffen sollten, so wurde es schließlich auch im Protokoll der Aprilsitzung festgehalten, sollte nach Ansicht des Gemeinderates ein anderes Planungsbüro mit diesem Projekt beauftragt werden.

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Der Gemeinderat nahm dies damals zur Kenntnis. Er sprach sich lediglich dafür aus, vorab zu klären, ob man bei einem Wechsel des Planungsbüros noch Zugriff auf die notwendigen und vom Planungsbüro erstellten Planzeichnungen hat.

In der Konstituierenden Gemeinderatssitzung im Mai waren die Asylwohnungen dann erneut Thema. Bürgermeister Siegfried Schick (UWG) ließ dabei den Gemeinderat wissen, dass es das Planungsbüro wiederum nicht geschafft habe, die Unterlagen zur Verfügung zu stellen. „Wir können nicht ausschreiben“, informierte Schick das Gremium, schob das Thema dann aber in den nichtöffentlichen Teil der Sitzung, wo die weitere Vorgehensweise weiter diskutiert wurde.

70 Prozent der Vergaben im Juli

Wie nun Georg Obermaier, Geschäftsstellenleiter der Verwaltungsgemeinschaft Oberbergkirchen, auf Nachfrage mitteilt, habe sich der Gemeinderat nun das Ziel gesetzt, ab Juli über einen Großteil der Vergaben zu entscheiden.

Der vorzeitige Baubeginn sei laut Obermaier schon entschieden, jetzt gehe es darum, einen Förderbetrag festzusetzen, wenn etwa 70 Prozent der Vergaben erfolgt sind. Das soll im Juli geschehen. Knapp 650 000 Euro stehen für die Sanierung im Raum. Im ehemaligen Raiffeisengebäude könnten dann fünf Wohnungen entstehen. Bezugsfertig soll das Ganze dann Ende 2021 sein.

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