Der Vater war sehr früh gestorben: Schon mit neun Jahren als Hoferbe eingesetzt

Feierte sein 85. Geburtstag Anton Schneider aus Wotting. Stettner

Immer engagiert in der Gemeinde, eifriger Trachtler und gewissenhaft als Feldgeschworener: Anton Schneider feiert seinen 85. Geburtstag

Lohkirchen– Bei guter Gesundheit feierte Anton Schneider aus Wotting seinen 85. Geburtstag. Geboren wurde der „Thalhammer Dane“, wie er überall genannt wird, am 5. November 1934 in Wotting. Er besuchte die Volksschule in Lohkirchen. Gerade mal neun Jahren alt war Anton, als sein Vater, starb. Nach dem damals geltenden Gesetzen, wurde er sogleich schon als Hoferbe eingesetzt.

Er besuchte die Winterschule in Mühldorf für zwei Jahre und vertiefte seine Kenntnisse in Ackerbau und Rinderhaltung. 1963 heiratete er seine Elisabeth. Die beiden kannten sich schon lange, da Elisabeth aus dem gleichen Ort kommt. Gefunkt hat es aber am Volksfest in Mühldorf. Die vier Kinder – Anton, Elisabeth, Monika und Bernhard – machten das Familienglück perfekt. Inzwischen sind auch elf Enkelkinder sein ganzer Stolz. Als Landwirt mit Leib und Seele, brachte der Jubilar seinen Hof immer auf den neusten Stand. Stetig wurde das Anwesen modernisiert und die Gebäude erneuert. 1990 machte er sich noch daran, das Wohnhaus neu zu bauen.

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Mit der Hofübergabe an seinen jüngsten Sohn, ging er noch lange nicht in den „Austrag“ und half immer noch fleißig mit. Sei es in der Land- oder Waldwirtschaft und sogar im Garten legt er Hand mit an.

Auch die Belange der Gemeinde lagen ihm sehr am Herzen. Er engagierte sich von 1984 bis 1996 als Gemeinderat. Auch erledigte er über 30 Jahre als Feldgeschworener gewissenhaft seine Arbeit. Fast 30 Jahre war er Vorsitzender in der Raiffeisengenossenschaft.

Lange lag ihm auch die Pfarrgemeinde am Herzen und gehörte dem Pfarrgemeinderat und der Kirchenverwaltung, viele Jahre an. Ein gern gesehenes Mitglied ist Anton Schneider seit vielen Jahren beim Schützenverein Eichenlaub Lohkirchen und bei der KSK Lohkirchen.

Die Liebe zum Volkstanz, teilte er mit seiner Elisabeth und führte das Paar regelmäßig zu den „Isentalern“ nach Ampfing. Angesteckt mit dem Tanzvirus hat er jetzt seine Enkel und diese pflegen das Brauchtum weiter, durch Platteln und Dirndldrahn, ebenfalls bei den „Isentalern“.

Jetzt lässt es der „Dane“ aber ruhiger angehen. Er liest gerne den Mühldorfer Anzeiger“, erklärt der Jubilar. Und wenn Bedarf gegeben sei, dann hilft er auch gerne in der Landwirtschaft mit.

Zum Jubiläum kam Lohkirchens Bürgermeister Siegfried Schick und der zweite Bürgermeister Martin Gruber, beide überbrachten die Glückwünsche der Gemeinde. Und auch Landrat Georg Huber, ließ es sich nicht nehmen und übermittelte – schriftlich – seine Grüße zum Jubiläum. stn

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