Unverschämte Autofahrer machen es den Ehrenamtlichen nicht leicht

Neumarkt-St. Veit/Elsenbach – Diesmal hatte der Erste Kommandant der Elsenbacher Feuerwehr auf das Skript seines Berichtes zur Jahreshauptversammlung notiert: „Vielleicht sollte ich mich nicht aufregen.“ Aber ganz enttäuscht wurden seine Zuhörer im gut besuchten Gasthaus Irsigler dann nicht.

Er verteilte zwar wieder seine Spitzen gegen die eigenen Leute und auch gegen die Kreisbrandinspektion und die „Großkopferten“. Doch das in einer durchaus humorvollen Art, wie ihm später in den Grußworten der Stadt und der Inspektion bestätigt wurde.

Zunächst meldete Kassenwart Andreas Brummer, dass durch die Einnahmen bei der Christbaumversteigerung rund 1000 Euro den Rücklagen zugeführt wurden.

Von über zehn Einsätzen berichtete dann der Kommandant: Brandeinsätze, darunter ein Großbrand in der Stadt, Verkehrsunfall in Wiesbach, Bäume von der Straße, Schneeräumen mit den Kameraden des Landkreises in Marktschellenberg und Berchtesgaden, ein Fehlalarm, Übungen und Straßenabsperrungen. Nannte er den Einsatz beim Schneeräumen noch „positives Erlebnis mit so vielen freiwilligen Kameraden“, so schimpfte er bei den Straßenabsicherungen über die Unverschämtheit mancher Autofahrer und empfahl: „Immer mindestens zu zweit zur eigenen Sicherheit.“ Im gleichen Atemzug verlangte er „klaren Rückhalt der Gemeinde, des Landkreises und von der Politik für meine Leute.“

Er selbst stelle sich überall vorne hin, betonte er. Er besuche jede Kommandantenversammlung, alle Belehrungen und Veranstaltungen der Inspektion und leistet dort freiwillige Arbeiten. Pichler ist ganz vorne dabei, wenn es darum geht, das Gerätehaus in Schuss zu halten, er hilft mit, wenn es gilt, Schneeketten aufzuziehen beim ersten Schnee, die dann auch gebraucht wurden, er besuche mit der Jugend ein Schulfest und bietet dort „Spritzspiele“ an und bilde sich selbst laufend weiter. Dafür verlange er aber auch, dass bei den monatlichen Funkübungen gefälligst Disziplin eingehalten wird und man das Alphabet und die Kommandos lernt und übt. Stolz berichtete er, dass Kamerad Christian Antholzner beim Wissenstest die höchste Stufe 7 mit Urkunde für Elsenbach erreichte.

Die Kameradschaft innerhalb seiner Feuerwehr, zu anderen Wehren und innerhalb der Inspektion liegt ihm Herzen und wird gut gepflegt. Dass sie sich auf die gesamte Gemeinde erstreckt, ist ihm besonders wichtig. Ein Beitrag dafür war sich die Feuerwehraktion „Ramadama“ rund um den Heimatort.

Die Aufnahme zweier Kameraden aus der eigenen Jugend, Christian Antholzer und Markus Poschinger, in die aktive Wehr fand in der Versammlung Anerkennung und Beifall.

Bürgermeister Erwin Baumgartner und Kreisbrandrat Harry Lechertshuber dankten dem Kommandanten für seine Ansprache, bei der er wieder „deutlich seine Meinung“ gesagt habe. „Nur so können wir Mängel beseitigen helfen: Wenn uns gesagt wird, wo es fehlt!“ nz

Kommentare